Lexikon

 

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A

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungsteuer ist eine Quellensteuer auf Kapitaleinkünfte. Sie trat ab dem 01. Januar 2009 in Deutschland in Kraft. Der Abgeltungsteuer unterliegen Zinsen, Dividenden, Erträge aus Investmentfonds und aus Wertpapieren. Der Abgeltungsteuersatz beträgt 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Ablaufleistung

Als Ablaufleistung wird die Geldsumme bezeichnet, welche zum Ablauf eines Vertrages ausbezahlt werden soll. Dabei ist abhängig vom Vertrag zwischen garantierter und prognostizierter Ablaufleistung zu unterscheiden.

Ablieferung/ Übergabe

Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Reederei übergibt. Bei Neubauten werden eventuelle Restarbeiten durch Werftpersonal im Anschluss an die Ablieferung, teilweise aber auch durch Bordpersonal auf See erledigt.

Abschreibung

Beträge, die zur Erfassung des Werteverzehrs am Anlagevermögen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand und in der Kostenrechnung als Kosten angesetzt werden. Der Wertverlust der Fondsimmobilie über die Laufzeit wird jährlich anteilig nach handels- und steuerrechtlichen Vorgaben angesetzt. Auswirkung auf die Liquidität haben die Abschreibungen nicht, sie betreffen nur das handelsrechtliche bzw. steuerliche Ergebnis.

Agio

Das Agio bezeichnet einen Aufschlag auf die Beteiligungssumme, den der Anleger einmalig bei seinem Beitritt leisten muss. Das Agio wird von der Gesellschaft in der Regel für die Kosten des Vertriebs verwendet.

Aktienfonds

Aktienfonds sind spezielle Investmentfonds, die überwiegend oder ausschließlich in Aktien investieren. Der Anteilinhaber ist an der Substanz und dem Ertrag der entsprechenden Aktiengesellschaften (Unternehmen) beteiligt. Aktienfonds bieten größere Chancen auf Wertsteigerungen als beispielsweise Rentenfonds. Aufgrund der Schwankungen an den Aktienmärkten beinhalten sie aber auch ein höheres Verlustrisiko und sind daher als Anlage grundsätzlich eher für risikobewusste Anleger mit mittel- bis langfristiger Anlagedauer geeignet.

Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) regeln die Rechte und Pflichten des Versicherungsnehmers und der Versicherungsgesellschaft im Einzelnen sowie untereinander. Auch wenn diese Seiten oft recht klein gedruckt sind, sind sie maßgeblich für alle Belange während der Versicherungslaufzeit.

Altersvorsorge

Altersvorsorge steht umgangssprachlich für alle Maßnahmen, welche nach Ende der Erwerbstätigkeit (Renten-, Pensionseintritt) zur Sicherung des Lebensstandards dienen. Dazu gehören die gesetzliche Rentenversicherung bzw. Beamtenversorgung inkl. branchenspezifischer Versorgungswerke, betriebliche Altersversorgung sowie staatlich geförderte Vorsorgeangebote (Riester, Rürup) und private Anlagen in Versicherungen sowie sonstige Geld- und Sachwertanlagen.

Altersvorsorge – provisionsfrei

Lebens- und Rentenversicherungen sowie staatlich geförderte Versicherungen wie Riester oder Rürup sind beliebte Anlagen, um eine solide Altersversorgung aufzubauen.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass der Abschluss einer solchen Versicherung kostenfrei wäre! Schließlich muss man für die Beratung bzw. die Vertragsabwicklung kein Geld bezahlen.
Natürlich erhält der Bank- bzw. der Versicherungsberater dafür eine Vergütung. Pro Vertrag werden zu Beginn eine Abschlussprovision sowie jährliche Betreuungsprovisionen an den Berater gezahlt. Diese Provisionskosten belastet die Versicherung dem jeweiligen Vertrag – der Kunde zahlt diese unbemerkt! Sofern der Vertragswert dafür nicht ausreicht (wie im Falle der Abschlussprovision zu Beginn), werden die Kosten durch eine Art „Darlehen“ von der Versicherungsgesellschaft vorfinanziert. Die Rückzahlung des „Darlehens“ erfolgt durch die Prämienzahlungen des Kunden in den folgenden Jahren.
Wie negativ sich diese gesamten Provisionskosten auswirken, zeigt sich daran, dass in den ersten Jahren stets viel weniger Kapital im Vertrag vorhanden ist, als eingezahlt wurde. Bei provisionsfreien Tarifen, welche auch als Netto-Tarife bezeichnet werden, gibt es generell keine Kostenbelastungen des Vertrages für Abschluss- sowie Betreuungsprovisionen.
Die Vorteile sind offensichtlich:
– Durch Vermeidung von Provisionskosten fließt mehr Kapital in die Versicherung.
– Höhere Kapitalzuflüsse führen durch Zinseszins-Effekt zu schnellerem Kapitalzuwachs.
– Deutlich bessere Ablaufwerte gewährleisten mehr Kapitalauszahlung bzw. Rente im Alter.

Ankauffaktor

Entspricht dem Kaufpreisfaktor.

Anleger

Eine Person, die sich an einer Fondsgesellschaft beteiligt. Der Begriff wird häufig synonym mit Gesellschafter, Kommanditist, Zeichner oder Investor verwendet.

Asset Deal

Erwerb der einzelnen Wirtschaftsgüter (Aktiva und Verbindlichkeiten) eines Unternehmens (anstelle der Anteile).

Assetklasse

Unter Assetklasse versteht man die Einteilung unterschiedlicher Anlagesegmente des Kapitalmarktes.

Asset Sales Deal

Übernahmetransaktion, bei der ein großer Teil des Kaufpreises durch Verkauf von Vermögenswerten der übernommenen Gesellschaft realisiert wird. Der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte führt zur Reduzierung des Schuldendienstes.

Ausgabeabschlag

Der Ausgabeabschlag ist das Gegenteil vom Agio, dem Ausgabeaufschlag oder auch Aufgeld. Ein Ausgabeabschlag (Disagio, Abgeld) kann bei Abschluss eines Darlehens sowie beim Erwerb von Wertpapieren vorkommen. Sinngemäß wird bei beiden Formen ein Abschlag vorgenommen. Bei einem Darlehen mit einem Disagio in Höhe von 5% erhält der Darlehensnehmer nur 95% der vereinbarten Darlehenssumme zur Verwendung ausgezahlt, muss aber 100% verzinsen u. an den Darlehensgeber zurückzahlen. Beim Kauf von einem Wertpapier mit 5% Disagio zahlt der Anleger zwar 100€ (Nominalwert), bekommt aber dafür nur Anteile im Wert von 95€ (Kurswert) gutgeschrieben.

Ausschließlichkeitsvertreter

Es wird zwischen Makler, Mehrfachvermittler bzw. –agent sowie Versicherungsvertreter unterschieden. Ein Makler arbeitet auf Basis einer Maklervollmacht als treuhändischer Verwalter im direkten Auftrag für seinen Kunden. Er bietet eine neutrale Beratung auf Grundlage einer umfangreichen Produktrecherche von nahezu allen namenhaften Versicherungsgesellschaften.
Auch der Mehrfachvermittler arbeitet mit mehreren Versicherern zusammen. Allerdings ist die Anbieterauswahl von ihm vorselektiert und bewegt sich meist zwischen 10-15 Gesellschaften über alle Sparten, um die Umsatzerwartungen der ausgewählten Gesellschaften erfüllen zu können. Oft sind Mehrfachagenten auch für mehrere Gesellschaften als Handlungsbevollmächtigte tätig. Dann sind sie einerseits Vertreter der Versicherung sowie auf der anderen Seite Vertreter der Kundeninteressen.
Der Versicherungsvertreter (auch Ausschließlichkeitsvertreter) ist per Vertrag an eine Versicherung gebunden und damit wirtschaftlich nur von diesem Unternehmen abhängig. Grundsätzlich kann er ausschließlich Produkte dieser Gesellschaft anbieten und ist Bestandteil der vom Unternehmen vorgegebenen Vertriebsphilosophie. Eine produktunabhängige Beratung ist in dieser Konstellation ausgeschlossen.

Auszahlung

Anteilige Verteilung liquider Mittel an die Anleger. Die Höhe der Auszahlung orientiert sich an der Liquiditätssituation der Gesellschaft. Auszahlungen für ein Wirtschaftsjahr erfolgen auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses. In der Regel sieht der Gesellschaftsvertrag die Möglichkeit einer Vorabauszahlung im laufenden Geschäftsjahr vor. Wird entschieden, dass die vorhandene Liquidität nicht ausgeschüttet wird, verbleibt sie in der Gesellschaft und stärkt so die Liquiditätsreserve bzw. steht für Sondertilgungen der Fremdmittel zur Verfügung. Handelsrechtlich handelt es sich bei Auszahlungen um Entnahmen.

B

BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)

Diese Behörde ist für die Überwachung der Finanzdienstleistungsbranche sowie die Zulassung von Finanzprodukten zum Vertrieb verantwortlich. So werden dort zum Beispiel sämtliche Prospekte für geschlossene Fonds auf ihre Vollständigkeit (Mindestinformation) und die Verwendung belegbarer Zahlen und Fakten überprüft. Im Rahmen ihrer Solvenzaufsicht sichert die BaFin außerdem die Zahlungsfähigkeit von Banken, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen durch eine regelmäßige Überprüfung. Weitere Aufgaben sind unerlaubte Finanzgeschäfte aufzudecken und zu verhindern.

Basisrente

Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist eine private, kapitalgedeckte Altersvorsorge. Die Beiträge zur Basisrente sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt. So dürfen die Leistungsansprüche aus dem Vertrag nicht vererblich, übertragbar, beleihbar, veräußerbar und veränderbar sein.
Für den Rentenbezug besteht kein Kapitalwahlrecht. Es existiert nur die Möglichkeit, sich die Leistung als monatliche Rente auszahlen zu lassen. Zusätzlich kann auch eine Versorgung des hinterbliebenen Ehepartners vereinbart werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, zusätzliche Risiken wie zum Beispiel Berufsunfähigkeit mit abzusichern. Als Sonderausgaben kann ein Höchstbeitrag von 20.000€ p. a., bei zusammen veranlagten Ehegatten bis zu 40.000€ p. a. geltend gemacht werden, wobei zum Beispiel Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Beiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen abzuziehen sind. Im Jahr 2012 sind oben beschriebene Beiträge als Sonderausgaben 74% steuerlich abzugsfähig. Jedes Jahr erhöht sich der Anrechnungssatz um 2%, bis 2025 schließlich 100% erreicht sind.
Die Auszahlungen aus einer Basisrente unterliegen der so genannten nachgelagerten Besteuerung. Die Höhe der Besteuerung ist abhängig vom Jahr, in welchem erstmals Zahlungen aus der Basisrente erfolgen. Von 2012 bis 2039 steigert sich dieser Satz von 64% auf 99%, ab 2040 ist die gesamte Auszahlung zu 100% steuerpflichtig. Eine Basisrente kann aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht vor Rentenbeginn gekündigt, sondern lediglich beitragsfrei gestellt werden. Sie ist während der Ansparzeit unpfändbar. Analog Riester-Verträgen oder bei Verträgen der betrieblichen Altersversorgung wird der Vertragswert beim Arbeitslosengeld II nicht berücksichtigt, sofern der Abschluss wie die Beitragszahlungen vor Antragstellung auf Arbeitslosengeld II erfolgten.

Bauaufsicht

Von dem Vertragsreeder beauftragtes Fachpersonal, das die technisch einwandfreie, korrekte und termingerechte Ausführung des Schiffsbaus auf der Werft überwacht.

Befrachtungs- und Adresskommission

Vergütung für die Vermittlung der Charter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Charterrate. Die Befrachtungskommission wird beim Abschluss eines Chartervertrages durch fremde dritte Makler fällig. Auch der Vertragsreeder kann für seine Tätigkeit als Befrachter eine Befrachtungskommission erhalten. Gelegentlich wird darüber hinaus eine Adresskommission von der Reederei an den Charterer bzw. dessen Makler gezahlt.

Beirat

Der Beirat ist ein aus mehreren Personen bestehendes Gremium, das von der Gesellschafterversammlung gewählt wird. Er berät und kontrolliert die Geschäftsführung der Kommanditgesellschaft. Durch die Kontroll- und Mitwirkungsrechte des Beirats werden die Interessen der Anleger vertreten.

Beitragsfreistellung

Die Beitragsfreistellung kann im Vergleich zur Kündigung eine sinnvolle Alternative sein, wenn laufende Beiträge für eine Versicherung nicht mehr gezahlt werden können oder sollen. In diesem Fall wird die Versicherungssumme auf die beitragsfreie Summe reduziert und besteht bis zum vereinbarten Ablauf fort.

Beitragsgarantie

Eine Beitragsgarantie, oft auch Kapitalgarantie genannt, sichert dem Anleger, dass zum Ablauf bzw. einem festen Datum mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Diese Garantie wird zumeist dadurch realisiert, dass ein entsprechend hoher Anteil der Beiträge während der Laufzeit in sicheren, festverzinslichen Anlagen investiert wird.

Beitragsverrechnung

Überschüsse können je nach Vereinbarung dazu verwendet werden, laufende Beiträge zu reduzieren. Weil Überschüsse nicht garantiert werden können, ist eine Verrechnung mit zu zahlenden Beiträgen nicht planbar und gegenüber einer verzinslichen Wideranlage oft auch unrentabler.

Beitrittserklärung

Zeichnungsschein. Der Anleger tritt mit der Unterzeichnung dem Emittenten mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt des Anlegers wirksam; der Anleger erhält eine Annahmeerklärung der Treuhandgesellschaft (siehe Treuhandgesellschaft).

Benchmark

Vergleich mit anderen Unternehmen im Markt oder herausragende Punkte in der Unternehmensentwicklung.

Bereederung

Die Bereederung beinhaltet die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes. Hierzu gehört im Wesentlichen: Bemannung, Einkauf von Ersatzteilen und Organisation von Reparaturen, Abschluss von Versicherung und Verproviantierung. Im Normalfall gehört auch die Befrachtung des Schiffes, d.h. die Organisation der Beschäftigung des Schiffes, dazu.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Existenzbedrohende Einkommensverluste infolge einer Berufsunfähigkeit kann durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden. Diese garantiert bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit die Zahlung einer monatlichen Rente in der im Vertrag vereinbarten Höhe.
Oft wird die Laufzeit der Rentenzahlung bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters vereinbart. Es können aber auch kürzere oder längere Rentenzahlungszeiträume festgelegt werden.

Besondere Versicherungsbedingungen

Besondere Versicherungsbedingungen sind Regelungen, welche ausschließlich für einen konkreten Vertrag zwischen Gesellschaft und Versicherungsnehmer individuell vereinbart wurden. Sie können für eine Regulierung im Schadensfall ausschlaggebend sein.

Beteiligungsgesellschaft

Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.

Betriebsergebnis

Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederungsgebühren und Befrachtungskommission, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine sehr effektive Alternative zur Sicherung des Einkommensniveaus im Ruhestand. Dabei wird über den Arbeitgeber eine Versorgung im Alter, bei Invalidität und Tod für den Arbeitnehmer abgesichert. Die unterschiedlichen Durchführungswege bestehen aus Direktversicherung, Unterstützungs- und Pensionskasse, Pensionsfonds sowie Direktzusage. Details dazu finden Sie unter „Produkte“.

Blind Pool

Der Anleger beteiligt sich an einem geschlossenen Fonds, bei dem er zum Zeitpunkt des Fondsbeitritts nicht weiß, in welches Investitionsobjekt der Fonds investieren wird. Die Investitionskriterien des Fondsmanagements sind regelmäßig im Beteiligungsprospekt umschrieben.

Blue Chips

Aktien der größten, international bekannten Unternehmen werden als Blue Chips (Standardwerte) bezeichnet. Diese haben einen wesentlichen Anteil am gesamten Börsenumsatz. Die Kurse dieser Unternehmen gehen meist auch in die Berechnung der bekannten Leitindizes (Bsp. Deutscher Aktienindex „DAX“) ein.

Bonität

Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen und Unternehmen als Basis für ihre Kreditwürdigkeit.

Break-Even-Point

Gewinnschwelle; gibt die Umsatzmenge an, bei der die Erlöse gerade die fixen und variablen Kosten decken, d. h. eine Firma weder mit Gewinn noch Verlust arbeitet.

Bruttoraumzahl (BRZ)

Maß, welches den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.

Bulk Carrier

Engl. Bezeichnung für Massengutfrachter. Dieser Schiffstyp wurde speziell für den Transport von losen und trockenen Schüttgütern entwickelt, die nicht verpackt werden müssen. Bulk Carrier verfügen je nach Größe über 5-9 Laderäume mit großen Luken, die ein schnelles Be- und Entladen ermöglichen. Kleinere Schiffe sind i.d.R. mit eigenem Ladegerät ausgerüstet, damit sie auch Häfen anlaufen können, die über keine eigenen Krananlagen verfügen (siehe auch Capesize).

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Die BaFin ist eine einheitliche staatliche Allfinanzaufsicht über Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Versicherungsunternehmen und den Wertpapierhandel. Seit dem 1. Juli 2005 ist gemäß gesetzlicher Vorgabe ein Genehmigungsverfahren vorgeschrieben, wonach Verkaufsprospekte bei der BaFin zur Gestattung der Veröffentlichung einzureichen sind.

Bundesministerium der Finanzen (BMF)

Zu den Aufgaben des Bundesministeriums der Finanzen zählen die Bereiche Zölle und Steuern sowie die nationale, internationale und EU-Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik. Das BMF ist für die Erstellung des Bundeshaushaltes verantwortlich und befasst sich mit den Liegenschaften des Bundes, der Privatisierung staatlicher Unternehmen, offenen Vermögensfragen, Geld- und Kreditwesen und pflegt die Finanzbeziehung zu Ländern und Gemeinden.

Business Plan

Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Vorhaben, Ziele und Wege, um diese zu erreichen, aufgeführt und quantifiziert sind.

C

Capesize

Bezeichnung für Bulk Carrier mit einer Tragfähigkeit von 100.000 – 200.000 tdw, die aufgrund ihrer Abmessungen weder den Suezkanal noch den Panamakanal passieren können und deshalb die Routen um das Kap der guten Hoffnung und Kap Horn wählen müssen. Bulk Carrier dieser Größenklasse transportieren hauptsächlich Eisenerz und Kohle (siehe auch Bulk Carrier).

Captive Funds

Fonds, die Teil einer größeren Finanzinstitution sind oder dieser gehören.

Carried Interest

Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds; z. B. 20% für Managementgesellschaft und 80% für Investoren; meist wird eine Hurdle Rate eingebaut.

Case Szenarios

Im Zusammenhang mit der Prüfung einer potenziellen Beteiligung werden verschiedene Fallstudien durchgeführt: Ein „pessimistic/worst case szenario“ steht für eine negative Entwicklung, ein „optimistic/best case szenario“ für die günstigste Entwicklung und ein „most likely szenario“ für eine am wahrscheinlichsten gehaltene Entwicklung.

Charterrate

Der „Mietzins“ für die Überlassung eines Schiffes. Die Charterrate wird in der Regel in USD pro Tag gezahlt.

Chartervermittlung

Ein Makler vermittelt den Chartervertrag zwischen dem Charterer und dem Eigentümer des Schiffes. Kommt es zum Abschluss, erhält er eine Befrachtungskommission (Maklercourtage).

Chartervertrag

Ein Vertrag, der zwischen dem Charterer und dem Eigentümer des Schiffes für die Beschäftigung (Zeitperiode oder Reise, siehe Charterer) des Schiffes geschlossen wird.

Clawback (engl. Recht auf Rückzahlungsforderung)

Diese Bestimmung enthält das Recht, empfangene Auszahlungen an die Anleger nach Liquidation eines Fonds zurückfordern zu können, sofern eine Zahlungsverpflichtung bestünde. Ein Clawback ist regelmäßig auf einen Betrag und einen festgesetzten Zeitraum begrenzt.

Closing

Teilweiser oder völliger Abschluss einer Transaktion oder eines Fonds.

Commitment

Verpflichtung zur Einzahlung des vereinbarten Betrages in einen Fonds durch einen Investor.

Container

International standardisierter und registrierter Metallbehälter für die Verwendung in Transportketten, insbesondere im kombinierten Verkehr. Container haben eine einheitliche Breite von 8 Fuß (2,44 Meter ) und eine Höhe von 8,5 Fuß (2,59 Meter). Die Länge beträgt 20 oder 40 Fuß (6,10 Meter bzw. 12,20 Meter), daraus ergeben sich auch die Abkürzungen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) und FEU (Forty-feet Equivalent Unit), mit denen man z.B. die Transportkapazität von Containerschiffen angibt. Neben den Standardcontainern gibt es auch andere spezialisierte Containertypen wie z.B. Kühlcontainer oder Tankcontainer.

Cost-Average / Cost-Average Effekt

Das regelmäßige Sparen gleichbleibender Beträge in einen Investmentfonds führt zum so genannten Cost-Average Effekt. Dieser Effekt ist ein Vorteil, weil der Anleger während der Anlagezeit bei schwankenden Ausgabepreisen (Kurse bei Aktienfonds) seine Anteile zu einem Durchschnittspreis kauft. Wenn der regelmäßige Anlagebetrag immer gleich hoch ist, reduziert oder erhöht sich die Stückzahl der erworbenen Anteile in Abhängigkeit vom jeweils gültigen Preis. Automatisch werden bei fallenden Anteilwerten mehr Fondsanteile pro gleichen Anlagebetrag gekauft als beispielsweise bei einem höheren Anteilspreis.
Die Frage „Wann der beste Zeitpunkt für eine Investition ist?“ stellt sich somit für Anlagen mit Ausnutzung des Cost-Average Effekts nicht.

Creditreform

Die Creditreform ist eine der größten europäischen Wirtschaftsauskunftei und Inkassodienstleister. Sie wurde 1879 in Mainz gegründet. Zu den Geschäftsfeldern gehören heute unter anderem Bonitäts- und Wirtschaftsauskünfte über Unternehmen und Privatpersonen.

 

D

Dachfonds

Dachfonds sind Investmentfonds, die das Geld der Anteilseigner ausschließlich in Anteilen von Investmentfonds anlegen. Die einzelnen Fonds im Dachfonds bezeichnet man dabei als Zielfonds.

DAX

Der DAX spiegelt die Wertentwicklung der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften Deutschlands wieder. Hierbei handelt es sich um bedeutende Blue Chips, die sich sowohl hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung als auch ihrer täglichen Umsätze von anderen Aktien abheben. Der DAX ist ein an der Frankfurter Aktienbörse ermittelter Börsenindex und der meistbeachtete Indikator für die Kursentwicklung des deutschen Gesamtmarktes.

Deal Flow

Investmentmöglichkeiten, die dem Emittenten bzw. der Beteiligungsholding angetragen werden.

Debt

Fremdkapitalfinanzierung, i.d.R. über gesicherte Bankkredite.

Deckung

Das Wort Deckung steht sinngemäß für Versicherungsschutz.

Deckungssumme

Die Deckungssumme, auch Versicherungssumme genannt, beschreibt zumeist die maximale Höhe, welche im Schadensfall zur Regulierung von der Versicherungsgesellschaft ausgezahlt wird.

Deckungsstock / Deckungskapital

Als Deckungsstock werden alle Anlagen einer Versicherungsgesellschaft zusammengefasst, welche zur Bedienung der Kundenansprüche (Auszahlung bei Versicherungsablauf oder im Versicherungsfall) von zumeist kapitalbildenden Tarifen (Lebensversicherung, Rentenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung etc.) aufgebaut wurden. Das damit verbundene Deckungskapital ist somit die Ansammlung der Einzahlungen der Sparbeiträge und der darauf erzielten Erträge. Allerdings stehen nicht die gezahlten Prämien in voller Höhe zur Anlage im Deckungsstock zur Verfügung. Diese reduzieren sich durch einmalige bzw. laufende Abschluss- und Verwaltungskosten sowie um eventuelle Kosten der Risikoabsicherung (Tod, Berufsunfähigkeit etc.).

Designtiefgang

Designtiefgang oder auch Konstruktionstiefgang: Bezugsgröße für die angegebene Schiffsgeschwindigkeit (ca. 15,7 kn bei 16,0 m Designtiefgang)

Dienstgeschwindigkeit

Durchschnittliche Geschwindigkeitsperformance im regulären Schiffsbetrieb.

Direktversicherung

Es handelt sich hierbei um einen Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Hier schließt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für den Arbeitnehmer (Begünstigter) eine Rentenversicherung ab, die dann monatlich oder aus Sonderzahlungen bespart wird.

Disagio

Das Disagio ist das Gegenteil vom Agio, dem Ausgabeaufschlag oder auch Aufgeld. Ein Disagio (Ausgabeabschlag, Abgeld) kann bei Abschluss eines Darlehens sowie beim Erwerb von Wertpapieren vorkommen. Sinngemäß wird bei beiden Formen ein Abschlag vorgenommen. Bei einem Darlehen mit einem Disagio in Höhe von 5% erhält der Darlehensnehmer nur 95% der vereinbarten Darlehenssumme zur Verwendung ausgezahlt, muss aber 100% verzinsen u. an den Darlehensgeber zurückzahlen. Beim Kauf von einem Wertpapier mit 5% Disagio zahlt der Anleger zwar 100€ (Nominalwert), bekommt aber dafür nur Anteile im Wert von 95€ (Kurswert) gutgeschrieben.

Diskontierungsmodelle

Bewertungsmodelle, die zukünftige Ertragserwartungen auf einen definierten Zeitpunkt abzinsen und so den Wert des Investments zu diesem Zeitpunkt bestimmen.

Direkte Beteiligung

Einbringung zusätzlichen Gesellschaftskapitals in eine Kapitalgesellschaft, Investor wird Mitgesellschafter.

Dockung

Die von den Klassifikationsgesellschaften auferlegte Pflicht zur Trockendockung eines Schiffes wird in festen Zyklen alle 60 Monate ab Ablieferung eines Schiffes fällig. Bei einer Dockung wird ein Schiff auf seinem Kiel trocken gelegt (mit Hilfe eines Schwimm- oder Trockendocks), um erforderliche Reparaturarbeiten am Unterwasserschiff oder den technischen Anlagen des Schiffes vorzunehmen.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)

Das Doppelbesteuerungsabkommen ist ein völkerrechtliches Abkommen zwischen zwei Staaten. Es regelt in welchem Umfang das Besteuerungsrecht der Vertragsstaaten für die in ihrem Hoheitsgebiet erzielten Einkünfte zusteht. Das DBA soll vermeiden, dass Personen, die in beiden Staaten Einkünfte erzielen, in beiden Staaten besteuert werden.

Doppelhülle

Schiffsrumpf mit doppelter Bordwand und Doppelboden.

Due Diligence

Detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potenziellen Beteiligungsunternehmens als Grundlage für die Investitionsentscheidung (Legal Due Diligence, Tax Due Diligence).

dwt

Engl. Abkürzung für „Deadweight“. Maximal zulässige Ladefähigkeit eines Schiffes in Tonnen (auch tdw abgekürzt).

Dynamik / Dynamisierung

Der Einschluss einer Dynamik in Versicherungsverträgen mit Ansparphase soll verhindern, dass die spätere Versorgung (Kaufkraft) trotz der jährlichen Inflation während der Anspardauer auch erreicht wird. Es werden dazu die Versicherungsbeiträge im vereinbarten Rhythmus (jährlich, aller zwei oder drei Jahre) um einen zu vereinbarenden Satz (1% bis 10%) erhöht. Idealerweise sollte sich dieser Prozentsatz an der durchschnittlichen Inflationsrate orientieren.

Dynamische / Steigende Rente

Die dynamische bzw. steigende Rentenzahlung ist im Gegensatz zur variablen Rentenzahlung in der Anfangsphase niedriger. Sie steigt aber um einen variablen Prozentsatz von Jahr zu Jahr. Diese jährlichen Steigerungen beruhen auf den erwirtschafteten Überschüssen im Rentenbezug. Alle zukünftigen Rentensteigerungsraten sind somit vom Verlauf der Überschussbeteiligung abhängig. Eine einmal erreichte Rentenhöhe ist allerdings für die restliche Laufzeit garantiert.

E

EBIT

Earnings Before Interest and Taxes – ordentliches Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern: Maßstab, der bei der Unternehmensbewertung auf schuldenfreier Basis Anwendung findet.

EBITDA

Ordentliches Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen, (ohne Abschreibungen auf Goodwill).

Eckrentner

Der Eckrentner dient zum Vergleich bzgl. der statistischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rente. Als Eckrentner wird eine fiktive Person bezeichnet, bei der man unterstellt, dass diese über 45 Jahre ununterbrochen arbeitstätig war, während dieser Zeit im Durchschnitt gut verdient hat und daraufhin die entsprechend hohen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat.
Das der Eckrentner wenig mit der Realität gleich hat, resultiert daraus, dass der durchschnittliche Rentner in Deutschland weit weniger als 45 Arbeitsjahre nachweisen kann, oft während dieser Zeit geringer als im Durchschnitt verdiente und somit die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung deutlich niedriger sind.
Aufgrund dieser großen Differenz bewegen sich die Renten im Durchschnitt weit unterhalb des statistischen Rentenniveaus eines so genannten Eckrentners.

Eigenkapital

Das dem Unternehmen von seinen Eigentümern ohne zeitliche Beschränkung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestellte Kapital.

Eigentumsgrundstück

Bezeichnet das Grundstück auf dem die Immobilie belegen ist und der Besitz im Grundbuch eingetragen ist.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer (ESt) ist die gesetzliche Abgabe auf das Einkommen natürlicher Personen, wobei zwischen dem inländischen Einkommen und dem so genannten Welteinkommen (sonstigen Einkommen außerhalb Deutschlands) unterschieden wird. Die Grundlagen für diese Steuer sind im Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt.

Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG)

Seit 1998 ist durch das EAEG geregelt, welche Mindestanforderungen deutscher Kreditinstitute bzgl. der Einlagensicherung, konkret bis zu einem Schutz von 100.000 Euro pro Kunde, erfüllen müssen. Durch dieses Gesetz sind 100 Prozent der Einlagen, wie Tagesgeld- und Girokonten, Termingelder, Sparbücher usw. bis maximal 100.000 Euro geschützt. Die Entschädigungseinrichtung der deutschen Banken (EdB), welche jede Bank mit Hauptsitz in Deutschland angehören muss, garantiert diese Mindestabsicherung.
Nahezu alle deutschen Banken gewährleisten allerdings durch zusätzliche Sicherheitsmechanismen eine deutlich höhere Einlagensicherung als die gesetzlich vorgeschriebenen 100.000 Euro.

Einlagensicherung von Banken mit Hauptsitz im europäischen Ausland

Auch EU-weit ist eine Mindesteinlagensicherung einheitlich geregelt. Vergleichbar dem deutschen EAEG müssen Banken alle Einlagen von Privatkunden bis zu 100.000 Euro durch die jeweils national geregelte Einlagensicherung absichern. Auch im europäischen Ausland ist es üblich, dass Banken freiwillig zusätzliche Absicherungen über die gesetzliche Höhe von 100.000 Euro anbieten. Bei der Entscheidung sollte berücksichtigt werden, dass im Falle eines Anspruches gegen die Einlagensicherungsmechanismen jeweils das nationale Recht Gültigkeit hat und dass Ansprüche sowie daraus erwachsende Auseinandersetzungen am Sitz der Bank in der entsprechenden Landessprache zu führen sind.

Einmalanlage

Eine Einmalanlage ist das Gegenteil von einem Sparvertrag. Hierbei wird der Anlagebetrag in einer Summe zum Abschluss einer Versicherung oder einer Kapitalanlage investiert.

Einmalprämie / Einmalbeitrag

Eine Einmalprämie bzw. –beitrag wird oft im Versicherungsbereich verwendet, wenn die Versicherungsprämie in einer Summe, statt über viele Raten, zum Abschluss einer Versicherung eingezahlt wird.

Einobjektfonds

Bezeichnet eine Beteiligungsgesellschaft, in der nur ein einzelnes Investitionsobjekt, z.B. nur eine Immobilie, enthalten ist. Im Gegensatz dazu enthält ein Mehrobjekt- oder Dachfonds mehrere Investitionsobjekte.

Einspeisevergütung

Durch eine Einspeisevergütung wird den Betreibern der zu fördernden Anlagen über einen bestimmten Zeitraum ein fester Vergütungssatz für den erzeugten Strom gewährt, der sich an den Erzeugungskosten der jeweiligen Erzeugungsart orientiert, um so einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen zu ermöglichen. In Deutschland wird die Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geregelt.

Eintragung in das Handelsregister

Der Anleger wird auf Wunsch zu einem späteren Zeitpunkt in das Handelsregister als Gesellschafter der Kommanditgesellschaft eingetragen. Dies übernimmt für ihn der Treuhänder.

Eintrittsalter

Es steht für das Alter, welches eine Versicherung zur Kalkulation der biometrischen Risiken eines Versicherungsnehmers und dem damit verbundenen Prämienbeitrags zum Versicherungsbeginn heranziehen. Ein höheres Alter wirkt sich deshalb bei privaten Lebens-, Renten, Berufs- sowie Kranken- und Pflegeversicherungen meist mit höheren Beiträgen aus.

Elastizität

Die Elastizität eines Fonds beschreibt dessen Verhalten in verschiedenen Marktphasen. Hierbei wird zwischen positiver und negativer Elastizität unterschieden. Die positive Elastizität misst die Entwicklung bei steigenden Kursen. Ein Wert größer 1 bedeutet, dass der Fonds in solchen Situationen stärker als der Markt zulegt. Ist die negative Elastizität ebenfalls größer 1, dann verliert der Fonds im Abschwung stärker als der Markt. Hohe Elastizitäten sind ein Hinweis auf ein aggressiveres Fondsmanagement. Bei einem Elastizitätswert von 1 spiegelt der Fonds dagegen weitestgehend die Entwicklung des jeweiligen Referenzindex wieder.

Elementarschäden

Elementarschäden werden z. Bsp. durch Erdbeben, Hochwasser, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch usw. verursacht. Standardmäßig sind diese Schäden in der Wohngebäudeversicherung nicht automatisch mitversichert. Diese müssen meist bei entsprechendem Risiko zusätzlich eingeschlossen werden. Einige Versicherungen bieten so genannte Elementarversicherungen an, welche diese Risiken beinhaltet.

Emission

Allgemein die Ausgabe von Anteilsscheinen, wie zum Beispiel Aktien. Im Rahmen der Fondsfinanzierung ist die Ausgabe bzw. die Vermittlung von Kommanditanteilen an Anleger gemeint. Emittentin ist die Kommanditgesellschaft.

Emissionshaus

Das Emissionshaus übernimmt im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie zum Beispiel die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Verkaufsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Platzierung von Kommanditanteilen.

Emissionskapital

Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals des Emittenten dar.

Emittent

Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG (auch Fondsgesellschaft genannt).

Equity

Eigenkapital.

Erbschaft- und Schenkungssteuer

Die unentgeltliche Übertragung der Anteile an dem Emittenten (zum Beispiel durch Erbfall oder Schenkung) unterliegt der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer. Die Bemessungsgrundlage bildet der anteilige Wert des Betriebsvermögens des Emittenten.

Erwerbsminderungsrente (EMR)

Erwerbsminderung liegt vor, wenn durch Krankheit, Behinderung oder Unfall derart große Einschränkungen gegeben sind, dass die Ausübung einer Vollzeitbeschäftigung nicht mehr möglich ist.
Die ursprüngliche Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrente, welche im Rahmen der gesetzliche Rentenversicherung (GRV) leistete, wurde für alle ab dem 1. Januar 1961 geborenen durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Dabei ist zwischen halber und voller Erwerbsminderungsrente zu unterscheiden. Die volle Rente erhält, wer nicht mehr als 3 Stunden einer Beschäftigung pro Tag nachgehen kann. Sollte jedoch die Tätigkeit mehr als 3 Stunden betragen, reduziert sich die Zahlung auf die Hälfte. Sofern sogar eine Arbeit von mehr als 6 Stunden pro Tag zumutbar ist, entfällt der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente komplett. Die gesetzliche Absicherung ist unzureichend und sollte durch private Versicherungen ergänzt werden.

Erwerbsunfähigkeit

Eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherungen aufgrund Erwerbsunfähigkeit kann nur noch beantragen, wer vor dem 1. Januar 1961 geboren wurde. Für jüngere Antragssteller gilt die seit 01.01.2001 geltende neue Regelung bzgl. Erwerbsminderungsrente.

ETF (Exchange Traded Funds)

ETFs sind börsengehandelte Fonds, welche die Wertentwicklung eines Index nachbilden. Für ETFs bestehen die gleichen Handelsmöglichkeiten wie für einzelne Aktien. Die Mehrheit dieser Fonds wird passiv gemanagte. Weil ETFs meist kein aktives Portfoliomanagement erfordern, sind die Transaktionskosten geringer als bei traditionellen Fonds. So liegt die jährliche Verwaltungsgebühr meist zwischen 0,15 und 0,5 Prozent und schmälert damit den Anlageerfolg auf Dauer mit deutlich niedrigeren Kosten. Auch die Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis liegt nur bei rund 0,1% und ist damit im Vergleich zum Agio von klassischen Investmentfonds deutlich günstiger. Man unterscheidet zwischen passiv- und aktiv gemanagten ETFs. Während passiv gemanagte ETFs meist einen Index abbilden, verfolgen aktiv gemanagte ETFs einen eigenen Investmentansatz.

EU-Vermittlerrichtlinie

Mit der EU-Vermittlerrichtlinie wurden einheitliche Standards für die Vermittlung von Versicherungen festgelegt. Unter anderem ist darin geregelt, dass alle Vermittler einer Erlaubnis- sowie Registrierungspflicht unterliegen, einen Sachkundenachweis erbringen sowie umfassende Auskunfts-, Beratungs- und Dokumentationspflichten erfüllen müssen.

F

Fallende Rente

Die fallende Rente bietet im Vergleich zu den anderen Bezugsformen zu Rentenbeginn deutlich höhere Auszahlungen. Sie fällt jedoch während der Verrentungsphase bis auf die Höhe der Garantierente ab. Die erwirtschafteten Überschüsse werden zusammen mit den Rentenraten ausgezahlt. Da das angesparte Kapital durch die laufende Rentenzahlung von Jahr zu Jahr geringer wird, verringern sich auch die Überschüsse. Eine fallende Rente eignet sich vor diesem Hintergrund für Menschen, welche in den ersten Jahren der Rentenbezugszeit deutlich mehr Geld zur Verfügung haben wollen, oder bewusst von einer geringeren Lebenserwartung ausgehen.

Fälligkeit

Von Fälligkeit wird u. a. gesprochen, wenn eine Versicherung gemäß Vertrag eine Leistung aufgrund erreichten Ablaufdatums bzw. eingetretener Versicherungsfall auszuzahlen muss. Unter Fälligkeit kann aber auch gemeint sein, zu welchem Zeitpunkt die Beträge fällig sind, die vom Versicherungsnehmer zu festen Terminen bzw. einmalig gezahlt werden müssen.

Finanzmathematisches Ergebnis

Zum objektiven Vergleich verschiedener Anlageformen bedarf es einer finanzmathematischen Methode, die unabhängig von den individuellen Anlagecharakteristika anwendbar ist. I.d.R wird hierfür die Methode des „Internen Zinsfußes“ (IRR)

Flexible / Variable / Konstante Rente

Die flexible bzw. variable Rentenzahlung startet auf einem etwas höheren Niveau als die dynamische (steigende) Rente. Weil allerdings keine prozentualen Rentensteigerungen während des Rentenbezugs einkalkuliert sind, wird diese Form auch als konstante Rente bezeichnet. Dies ist aber keineswegs wörtlich zu nehmen, denn die Höhe der Gesamtrente ist von der Überschussbeteiligung abhängig. Erwirtschaftet die Versicherung höhere oder niedrigere Überschüsse als prognostiziert, hat das direkte Auswirkung auf die Rentenhöhe. Wenn die Überschussdeklaration Jahr für Jahr gleich hoch erfolgen sollte, bliebe auch die Rentenhöhe unverändert. Ansonsten wird sie entsprechend steigen oder im schlechtesten Fall bis auf Höhe der Garantierente absinken.

Flurstück

Im Kataster mit besonderer Nummer aufgeführtes und vermessenes Grundstück oder ein Teil davon.

Folgebeitrag

Zwischen Folge- und Erstbeitrag einer Versicherung besteht ein Unterschied. Sollte die Zahlung des Erstbeitrages nicht erfolgen, wird zumeist durch die Versicherung erst gar kein Versicherungsschutz gewährt. Wenn jedoch einmal ein Folgebeitrag nicht fristgerecht bei der Versicherung eingeht, erlischt nicht automatisch sofort auch der Versicherungsschutz.

Fondsgebundene Versicherung (Lebens- oder Rentenversicherung)

Bei einer Fondsgebundenen Versicherung wird eine Anlage in Investmentfonds mit einem Versicherungsmantel verbunden. Der nach Abzug von Kosten und Risikoabschlägen verbleibende Nettosparanteil aus der zu zahlenden Versicherungsprämie wird direkt in Anteile eines oder mehrerer Investmentfonds (z. Bsp. Aktien-, Renten-, Immobilienfonds) angelegt. Diese auf Investmentfonds basierende Anlage ist der entscheidende Unterschied zur klassischen Lebens- oder Rentenversicherung, die alle Sparanteile größtenteils in Anlagen des eigenen Deckungsstocks investiert. Die Wertentwicklung einer Fondsgebundenen Versicherung unterliegt somit auch größeren Schwankungen und spiegelt die Wertentwicklung der jeweiligen Zielinvestments wieder.

Fondskapital

Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft (Emittentin) dar.

Fondsimmobilie

Das Investitionsobjekt der Beteiligungsgesellschaft, in diesem Fall das Nahversorgungszentrum.

Förderrente

Mit der Absenkung des Nettorentenniveaus von 70% auf 67% für den so genannten Eckrentner (siehe Lexikon) wurde im Zuge der Rentenreform in 2002 zum Ausgleich eine durch staatliche Zulagen geförderte Rentenversicherung eingeführt. Diese Förderrente ist wesentlich bekannter unter dem Begriff Riester-Rente (siehe Lexikon).
Walter Riester, damaliger Minister für Arbeit und Soziales, arbeite maßgeblich an der staatlich geförderten Versicherung zur privaten Altervorsorge mit. Neben den Bezeichnungen Förderrente und Riester-Rente wird diese auch häufig als Zulagenrente bezeichnet.

Fund-of-Funds

Investitionen aus einem Dachfonds in verschiedene VC-/PE-Fonds, d.h., keine direkten Investitionen in Unternehmen.

Fund Raising

Einwerben von Fonds; Startphase eines Fonds von Eigenkapitalinvestoren, in der institutionelle, industrielle oder private Anleger dafür gewonnen werden sollen, Fondsanteile zu zeichnen.

Fungibilität

Fungibilität (Handelbarkeit) ist der lateinische Begriff für Vertretbarkeit im Sinne von Austauschbarkeit und eine Voraussetzung für den Börsenhandel. Die Standardisierung von Wertpapieren, die zum Börsenhandel zugelassen sind, macht diese austauschbar und ermöglicht ihren breiten Handel. Anteile geschlossener Fonds hingegen weisen wegen ihrer langen Laufzeiten und der steuerlichen Rahmenbedingungen eine geringe Fungibilität auf. Allerdings gibt es einen Zweitmarkt für den Handel mit Anteilen an geschlossenen Fonds, welcher die Fungibilität der Fondsanteile steigert.

G

Garantie-Fonds

Es handelt sich um Konstrukte, die zu definierten Zeitpunkten (Ende der Laufzeit oder fixes Datum) eine Kapitalzahlung garantieren. Diese Garantie bietet entweder die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals bzw. zumindest eines bestimmten Mindestprozentsatzes dessen, oder eine variable Garantie in Abhängigkeit von der Wertentwicklung wie beispielsweise einer Höchststandsgarantie. Aufgrund der enthaltenen Garantie und der damit verbunden Kosten ist in einem positiven Marktumfeld die Entwicklung eines Garantiefonds meist deutlich schlechter als die von vergleichbaren Fonds ohne Garantie.

Gebundenes Kapital

Das gebundene Kapital ist die Pflichteinlage (ohne Agio) abzüglich noch ausstehender Einlagen und abzüglich aller Auszahlungen.

Gehaltsumwandlung

Wenn ein Arbeitnehmer auf einen Teil seines Lohnes zugunsten einer Versicherung im Rahmend er betrieblichen Altersvorsorge verzichtet, handelt es sich um eine Gehaltsumwandlung. Dabei ist in der Regel der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer und der Arbeitnehmer die versicherte Person, welche alle Ansprüche auf die Leistungen der Versicherung besitzt.

Gemischte Fonds

Gemischte Fonds sind Fonds, welche je nach Ausrichtung und Strategie in eine Vielzahl unterschiedlicher Anlagen (Aktien, Festverzinsliche Wertpapiere etc.) investieren können, wobei häufig Höchstquoten für die jeweiligen Anlagesegmente festgelegt sind. So können sich sehr unterschiedliche Renditeerwartungen, Chancen-Risiko-Verhältnisse sowie Kosten ergeben. Man unterscheidet gemischte Fonds zudem, ob diese aktiv oder passiv gemanagt werden.

Genussrechte

Genussrechte sind eine unternehmerische Beteiligungsform, die im Aufbau und rechtlichem Rahmen einer Anleihe ähnlich sind. Der Anleger ist mit seiner Einlage über einen definierten Zeitraum an den wirtschaftlichen Erträgen des herausgebenden Unternehmens in einem klar geregelten Umfang beteiligt. Sie haben allerdings keinen Einfluss auf die Geschäftsstrategie des Unternehmens. Anleger erhalten für ihr Kapital regelmäßige Auszahlungen. Optional kann bei Erfolg des Unternehmens auch eine Bonuszahlung vereinbart sein. Bei negativer Unternehmensentwicklung ist die Kapitalrückzahlung nicht garantiert und kann im schlimmsten Fall auch zum Totalverlust der Anlage führen. Genussrechte haben meist eine feste Laufzeit und sind nur sehr eingeschränkt fungibel.

Germanischer Lloyd (GL)

International renommierte deutsche Klassifikationsgesellschaft, die 1867 von Reedern und Versicherern als Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg gegründet wurde.

Geregelter Markt

Börsensegment, das Unternehmen einen leichteren Zugang zur Börse bietet als der amtliche Handel. Aufgrund der niedrigeren Zulassungsvoraussetzungen für Unternehmen ein kostengünstiger Weg, an die Börse zu gehen.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Aufgrund der Krankenversicherungspflicht in Deutschland, laut Sozialgesetzbuch (SGB), muss jeder in einer gesetzlichen Krankenkasse bzw. bei einer privaten Krankenversicherung versichert sein. Mehr als 100 gesetzliche Krankenkassen bilden die Grundlage einer flächendeckenden gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland. Die GKV bietet eine solide Absicherung für alle Arbeitnehmer sowie freiwillig Versicherte. Wer als Angestellter ein Jahres-Bruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze erzielt, kann sich alternativ auch privat Krankenversichern. Diese wird seitens des Gesetzgebers jährlich neu festgelegt und beträgt 50.850€ für das Jahr 2012. Freiberufler, Selbstständige, Beamte usw. haben generell die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung oder dem Beitritt als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)

Die gesetzliche Rentenversicherung beruht auf dem Umlagesystem. Durch dieses Umlageverfahren werden aus laufenden Einnahmen die Kosten für die monatlichen Rentenzahlungen gedeckt. Abhängig Beschäftigte sind rentenversicherungspflichtig. Nicht Rentenversicherungspflichtige können freiwillig Beiträge in GRV einzahlen und sich versichern. Aufgrund der demografischen Entwicklung droht das Umlageverfahren dem zunehmenden Missverhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenberechtigten nicht mehr stand zu halten. Sinkende Renten können auch durch Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ausgeschlossen werden.

Geschlossener Fonds

Gegenteil zum offenen Fonds. Bei geschlossenen Fonds sind der Investitionsgegenstand und das Investitionsvolumen bereits vorher fixiert und die Zahl der Anleger ist damit begrenzt. In der Regel kann nur während eines bestimmten Zeitraums (Platzierungs- bzw. Emissionszeitraum) investiert werden, danach wird der Fonds geschlossen. Der Erwerber eines Anteils an einem geschlossenen Fonds wird Unternehmer (in der Regel Kommanditist).

Gesellschafterversammlung

Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches Forum der Anlegermitbestimmung. Der Gesellschaftsvertrag regelt Form und Frist der Versammlung. Wichtige Tagesordnungspunkte sind: Bericht der Geschäftsführung, Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses, Entlastung von Geschäftsführung und Beirat, Beschlüsse über Auszahlung, Beiratswahl, Ausschluss von Gesellschaftern, Änderung der Geschäftspolitik.

Gesellschaftskosten

Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung, Beiratskosten sowie die Komplementärvergütung.

Greenfield-Projekte

Projekte, die sich noch in der Entwicklungs- bzw. in der Bauphase befinden.

Gross Domestic Product (GDP)

(engl. Bezeichnung für Bruttoinlandsprodukt) Das Bruttoinlandsprodukt misst die Gesamtheitheit aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft hergestellt wurden.

Gruppenversicherung

Eine Gruppenversicherung bietet meist einen Prämienvorteile, weil mehrere versicherte Personen (Bsp.: Mitglieder von Vereinen, Angestellte eines Unternehmens) eine gleichartige Versicherung abschließen.

H

Haftpflichtversicherung

Bei Haftpflichtversicherung ist zu unterscheiden. Obwohl das Wort „Pflicht“ im Wort steht, sind die meisten Haftpflichtversicherungen (Bsp.: Tierhalter-, Haus- und Grundbesitzer-, oder Bauherrenhaftpflicht) im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung freiwillig. Eine Privathaftpflicht hingegen ist eine Versicherung, die Privatpersonen abschließen sollten, um sich gegen berechtigte Schadenersatzforderungen aufgrund Verletzung einer Sorgfaltspflicht, fremden Eigentums, einer Vertragsverpflichtung oder der Gesundheit gegenüber Dritten zu schützen.

Haftung des Kommanditisten

Nach der vollständigen Erbringung der Kommanditeinlage ist die Haftung der Kommanditisten begrenzt. Die persönliche Haftung lebt jedoch nach §§ 171 Abs. 1 und 172 Abs. 4 HGB wieder auf, sofern Liquiditätsauszahlungen vorgenommen werden, ohne dass ein entsprechender Gewinn im Jahresabschluss der Kommanditgesellschaft ausgewiesen wurde. In Höhe dieser Liquiditätsauszahlungen besteht also die Möglichkeit der persönlichen Inanspruchnahme der Anleger. Im Gründungsstadium wird die unmittelbare persönliche Haftung der Anleger dadurch ausgeschlossen, dass sie ihre Beteiligung über den Treuhänder zeichnen. Um keine steuerlichen Nachteile im Rahmen von Auszahlungen zu erleiden, ist es erforderlich, dass das Treuhandverhältnis aufgelöst und der Anleger selbst als Kommanditist in das Handelsregister eingetragen wird, bevor die Auszahlungen vorgenommen werden.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ersetzt Schäden an nicht fest mit einem Gebäude verbundener Ausstattung, Einrichtung, sowie sonstigen im Haushalt befindlichen Gegenständen. Üblicherweise besteht Absicherung gegen Feuer, Sturm/Hagel, Leitungswasser, Einbruch sowie Diebstahl inkl. der damit verbunden Schäden. Zusatzversicherungen wie Glasbruch, Überspannung, Fahrraddiebstahl etc. müssen häufig individuell im Vertrag eingeschlossen werden und erhöhen die Versicherungsprämie.

Hausse

Als Hausse werden Phasen starker Kurssteigerungen an der Börse bezeichnet. Häufig wird hierfür auch der Begriff „Bullenmarkt“ genutzt.

Hinterbliebene

Juristisch ist der oder die Hinterbliebene der Ehe- bzw. Lebenspartner einer verstorbenen Person. Häufig werden jedoch auch nahestehende Verwandte als die Hinterbliebenen bezeichnet.

Hinterbliebenenrente

Mit Hinterbliebenenrente wird im Volksmund oft die Witwen- oder Waisenrente gemeint.

Holding Period

Zeit, in der ein Investment im Portfolio verbleibt.

Hurdle-Rate

Vor Wirksamwerden der Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft bzw. deren Management erhalten die Anleger zunächst eine Basisverzinsung.

I

Independent Fund

Unabhängiger Fonds oder Beteiligungsgesellschaft, die nicht von einer bestimmten Finanzgruppe kontrolliert wird und Fund Raising betreibt: Gegensatz zu Captive Fund.

Index

Börsenindizes werden durch einen ausgewählten Korb an enthaltenen Papieren dargestellt, der repräsentativ die Entwicklung eines Marktes abbildet und zusammenfasst. Aktien- und Rentenindizes werden eingesetzt, um einen Indikator für die Entwicklung eines Gesamt- oder Teilmarktes, einer Branche oder einer Region zu schaffen. Der bekannteste Index am deutschen Markt ist der Dax.

Inflationsrate

Maß für den Anstieg der Lebenshaltungskosten. Die Inflationsrate drückt aus, in welchem Maße die Preise für einen breiten „Warenkorb“, d. h. eine bestimmte Zusammenstellung von Waren und Dienstleistungen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums, beispielsweise eines Jahres, gestiegen sind.

Initiator

Anbieter, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt auflegt (initiiert) oder der öffentlich privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt. Initiatoren sind insbesondere die Beteiligungsgesellschaft und das für die Emission und den Vertrieb der Eigenkapitalanteile zuständige Unternehmen (siehe Emissionshaus).

Instandhaltungskosten

Kosten zur Deckung des anfallenden Erhaltungsaufwandes, nicht Modernisierung. Sie fallen durch die Beseitigung der durch Gebrauch, Alterung und Witterungseinwirkungen entstandenen Abnutzungserscheinungen an.

Institutionelle Investoren

Große Institutionen, z.B. Kreditinstitute, Versicherungen, Pensionsfonds oder Großunternehmen, die in Eigenkapitalfonds investieren.

Investmentfonds

Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, welches durch die Einzahlungen der Kunden gespeist und von einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG) im Auftrag der Anleger verwaltet wird. Entsprechend den Investmentgrundsätzen des jeweiligen Fonds wird dieses vom Fondsmanagement möglichst gewinnbringend angelegt. Das Sondervermögen eines jeden Investmentfonds wird vom sonstigen Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt gehalten. Jeder Fonds verfügt über eine Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. über eine internationale Identifikations-Nummer (ISIN).

Investmentfondsdepot – provisionsfrei

Investmentfonds sind eine interessante Sachwertanlage, welche bei entsprechender Streuung ein ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit und Rendite bietet.
Wie gut sich ein Depot entwickelt, ist nicht allein davon abhängig, welche Erträge die im Depot befindlichen Einzelfonds erwirtschaften, sondern von den Kosten, die während der Anlagedauer entstehen. Diese setzen sich vor allem aus Ankaufskosten (Agio) bei Kauf, aus Tauschkosten bei Fondswechsel, aus Managementgebühren sowie Depotkosten zusammen.
Der Bank- bzw. Anlageberater erhält i. d. R. einmalig eine Provisionen bei Fondskauf sowie Tausch und eine jährliche Betreuungsprovision. Um hohe Provisionserlöse zu generieren, wird meist ein häufiges Tauschen der im Depot befindlichen Fonds empfohlen. Die Betreuungsprovision zahlt die Kapitalanlagegesellschaft aus den von ihr erhobenen Managementgebühren.
Bei provisionsfreien Depots werden keine Kosten für Agios bei Kauf bzw. Fondstausch fällig und die mit der Managementgebühr anteilig mit eingezogene Betreuungsprovision wird dem Fondsdepot zurückerstattet.
Weil die Substanz durch Wegfall von Provisionskosten nicht mehr regelmäßig geschmälert wird, sind provisionsfreie Depots bei identischer Fondsauswahl schon nach wenigen Jahren viel größer als traditionelle Depots.
Die Vorteile sind offensichtlich:
– Aufgrund starker Kostenreduzierung verbleibt mehr Kapital im Depot.
– Aus mehr Substanz resultieren höhere Depotwerte (Zinseszins-Effekt).
– Geringere Kosten führen bei gleichem Anlagebetrag zu mehr Fondskapital.

Investitionsplan

Planrechnung und wesentlicher Bestandteil der gesamten Unternehmenskonzeption. Er weist die Verwendung der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft aus. Das Gesamtinvestitionsvolumen muss sich betragsmäßig mit dem Finanzierungsvolumen (Eigen- und Fremdkapital inklusive Agio des Fonds) decken. Aus Vorsichtsgründen wird in das Finanzierungsvolumen regelmäßig eine Liquiditätsreserve einkalkuliert.

IRR (Internal Rate of Return = interne Verzinsung)

Das Ergebnis nach der IRR-Methode drückt die Verzinsung des rechnerisch gebundenen Kapitals aus. Berücksichtigt wird neben der Höhe der Zu- und Abflüsse auch deren zeitlicher Bezug.Das Ergebnis der IRR-Methode ist mit den Aussagen von Ergebnissen anderer Kapitalanlagen, wie z.B. festverzinslichen Wertpapieren, nicht vergleichbar. Wirtschaftlich gesehen misst die IRRMethode die Ertragskraft einer Investition unter Einbeziehung der gewählten Kalkulationsprämissen. Die Zahlungsströme werden zu einer einzigen Zahl, dem Ergebnis nach der IRR-Methode, verdichtet. Diese drückt den Zuwachs des jeweils gebundenen Kapitals aus. Es werden keinerlei Annahmen darüber getroffen, wie Auszahlungen vom Anleger verwendet werden oder aus welchen Mitteln der Anleger die erforderlichen Einzahlungen erbringt. Im Falle einer Freisetzung des rein rechnerisch ermittelten, jeweils gebundenen Kapitals unterstellt die IRR-Methode einen Zuwachs des dann freigesetzten Kapitals mit dem internen Zinsfuss. Ein umfassendes Verständnis über die Aussagen von Ergebnissen, die auf der IRR-Methode beruhen, ist nur mit detaillierten finanzmathematischen Kenntnissen möglich.

ISM-Code (International Safety Management-Code)

Um den Problemen des menschlichen Versagens des Reederei- und Schiffsbetriebes zu begegnen, hat die IMO (siehe IMO) diesen Code verabschiedet, der durch die Einbettung in das bestehende SOLAS-Übereinkommen Gesetzeskraft erlangt hat (siehe SOLAS).

J

Jahresnettomiete

Als Jahresnettomiete bezeichnet man die Miete pro Jahr, aus der die Betriebskosten ausgegliedert sind. Diese Nettomiete wird auch Grundmiete oder Nettokaltmiete genannt.

JPY

Japanische Yen

K

Kapitalbildende Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung bietet die Kombination aus Vermögensbildung für die private Altersvorsorge mit einer Todesfallabsicherung für die jeweils im Vertrag versicherte Person. Die Höhe der Auszahlung aufgrund von Tod kann variabel im Versicherungsvertrag vereinbart werden. Diese wird im Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder eine andere bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Neben der Todesfallabsicherung kann zusätzlich auch das Risiko einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit im Vertrag mitversichert sein und somit bei Eintritt zur Zahlung durch die Versicherung führen. Die meisten Lebensversicherungen dienen allerdings als Kapitalanlage und zahlen das angesparte Kapital aus, weil der reguläre Ablauf- bzw. Auszahlungstermin erreicht wurde. Im Unterschied zur Rentenversicherung sind bei der Beantragung einer Lebensversicherung meist umfangreiche Gesundheitsfragen zu beantworten. Neben der so genannten klassischen Anlage, das heißt das Geld wird im Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft angelegt, gibt es alternativ die Möglichkeiten, eine Fondsgebundene Lebensversicherung oder eine britische With Profit Police abzuschließen. Die jeweiligen Anlagestrategien unterscheiden sich sehr deutlich hinsichtlich Sicherheit, Garantien und Renditechance.

Kapitalgarantie

Mit Kapitalgarantie ist meist die garantierte Rückzahlung des investierten Kapitals zu einem fest definierten Zeitpunkt gemeint. Diese Garantie kann beispielsweise durch Anlage eines Teils der Gelder in festverzinsliche Anlagen gesichert werden.

Kapitalkonto

Das Kapitalkonto dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Gewinnbzw. Verlustanteile sowie Auszahlungen bzw. weitere Einlagen wider.

Kapitalrückfluss

Der Kapitalrückfluss ist die Summe der an den Anleger gezahlten laufenden Auszahlungen und dem Anteil am Verkaufserlös des Objektes, vermindert um die gezahlten Steuern (Brutto-Kapitalrückfluss). Nach Abzug der vom Anleger aufgebrachten Einlage (gegebenenfalls nebst Agio) ergibt sich der Überschuss aus der Beteiligung (Netto-Mittelrückfluss).

Kaskoversicherung

Ist eine Versicherung gegen Schädigen am eigenen Kfz. Es wird zwischen Vollkaskoversicherung (siehe Lexikon) sowie Teilkaskoversicherung (siehe Lexikon) unterschieden.

Kfz-Versicherung

Man unterscheidet zwischen Kfz-Haftpflicht- sowie Kasko- bzw. Teilkaskoversicherung. Die Kfz-Haftpflicht reguliert Schäden, welche durch das Fahrzeug Dritten zugefügt wurden und ist eine Pflichtversicherung für jeden Kfz-Halter. Die freiwillige Kaskoversicherung ersetzt selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug und kann mit variablen Selbstbeteiligungen sowie zusätzlichen Absicherungen (Verkehrsrechtsschutz, Insassenunfallversicherung usw.) vereinbart werden.

Klassifikationsgesellschaft

Klassifikationsgesellschaften sind Untersuchungs- und Auskunftsbüros, die den Bau und die Instandhaltung von Schiffen überwachen. Sie stellen insofern eine Art TÜV für Schiffssicherheit, -technik und -konstruktion sowie Meerestechnik dar. Sie sind auch Organ für die Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen (z.B. ISO-Normen). Ein Schiff, das nach den Normen und unter der Aufsicht einer Klassifikationsgesellschaft gebaut worden ist, wird in das Register der betreffenden Klassifikationsgesellschaft eingetragen und erhält ein Klassezertifikat. Bedeutende Klassifikationsgesellschaften sind u. a. Germanischer Lloyd, Det Norske Veritas, American Bureau of Shipping und Bureau Veritas.

Klassische Versicherung (Lebens- oder Rentenversicherung)

Bei einer Klassischen Versicherung werden die Gelder größtenteils sicherheitsorientiert im Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft angelegt. Die Aktienquote ist bei deutschen Versicherungen mit garantierter Überschussbeteiligung durch gesetzliche Vorgaben auf maximal 35 % begrenzt. Der nach Abzug von Kosten und Risikoabschlägen verbleibende Nettosparanteil aus der zu zahlenden Versicherungsprämie wird deshalb meist in festverzinsliche bzw. sichere Anlagen (z. Bsp. Anleihen, Pfandbriefe, Immobilien etc.) investiert. Es wird in der Regel eine geringe Mindestverzinsung garantiert.
Diese auf Zinserträge basierende Anlage ist der entscheidende Unterschied zur fondsgebunden Versicherung. Die Wertentwicklung einer Klassischen Versicherung unterliegt somit sehr geringen Schwankungen und ist vor allem von der allgemeinen Zinsentwicklung abhängig. Zusätzlich profitieren Anleger von den Überschüssen aus dem operativen Geschäft der Versicherungsgesellschaft. Da diese aber nicht planbar sind, werden sie als nicht garantierte Überschüsse in den Berechnungen separat ausgewiesen.

Knoten (kn)

Geschwindigkeitseinheit, gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten = 1 Seemeile pro Std. = 1,852 km/h. Die Geschwindigkeit eines Schiffes wird in Knoten angegeben.

Kommanditgesellschaft (KG)

Eine Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft, in der sich zwei oder mehr natürliche Personen und/oder juristische Personen zusammengeschlossen haben, um unter einer gemeinsamen Firma ein Handelsgewerbe zu betreiben. Bei der Kommanditgesellschaft haftet mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt (sog. Komplementär). Die anderen Gesellschafter (Anleger) haften normalerweise nur mit ihrer Einlage (sog. Kommanditisten). In dieser Rechtsform werden viele geschlossene Fonds angeboten.

Kommanditist

Der Kommanditist ist, im Gegensatz zum Komplementär, ein beschränkt haftender Gesellschafter (Anleger) einer Kommanditgesellschaft. Seine Haftung ist grundsätzlich auf die von ihm geleistete Einlage begrenzt. Nur in Ausnahmefällen beinhaltet der Gesellschaftsvertrag eine Nachschusspflicht. Sie verpflichtet den Kommanditisten dazu, auf Anforderung der Gesellschaft eine zusätzliche (über die ursprünglich geleistete Einlage hinausgehende) Zahlung zu erbringen.

Komplementär

Vollhaftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Bei Emittenten in der Rechtsform der GmbH & Co. KG ist der Komplementär eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt.

Konstante / Flexible / Variable Rente

Die flexible bzw. variable Rentenzahlung startet auf einem etwas höheren Niveau als die dynamische (steigende) Rente. Weil allerdings keine prozentualen Rentensteigerungen während des Rentenbezugs einkalkuliert sind, wird diese Form auch als konstante Rente bezeichnet. Dies ist aber keineswegs wörtlich zu nehmen, denn die Höhe der Gesamtrente ist von der Überschussbeteiligung abhängig. Erwirtschaftet die Versicherung höhere oder niedrigere Überschüsse als prognostiziert, hat das direkte Auswirkung auf die Rentenhöhe. Wenn die Überschussdeklaration Jahr für Jahr gleich hoch erfolgen sollte, bliebe auch die Rentenhöhe unverändert. Ansonsten wird sie entsprechend steigen oder im schlechtesten Fall bis auf Höhe der Garantierente absinken.

Kontokorrentkredit

Mittel der kurzfristigen Fremdfinanzierung. Ein Kontokorrentkredit entsteht, wenn ein Kontoinhaber auch dann noch in einem definierten Umfang über sein Konto verfügen kann, wenn das Guthaben zur Bezahlung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht.

Krankenkasse

Der Begriff Krankenkasse steht meist für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Unter diesem Begriff sind weitere Details zu finden.

Krankentagegeldversicherung

Die Krankentagegeldversicherung ist eine Art Verdienstausfallversicherungen und schützt den Versicherer bei Krankheit vor Einkommensverlusten. Das Krankentagegeld kann unterschiedlich hoch versichert und der Beginn der Zahlung nach Ausbruch der Krankheit variabel vereinbart werden. Häufig erfolgt diese ab dem 43. Krankheitstag, weil beispielsweise gesetzlich Versicherte eine volle Lohnfortzahlung bis zum 42. Krankheitstag erhalten.

Krankenversicherung

Aufgrund der Krankenversicherungspflicht in Deutschland, laut Sozialgesetzbuch (SGB), muss jeder in einer gesetzlichen Krankenkasse bzw. bei einer privaten Krankenversicherungsgesellschaft versichert sein. Mehr als 100 gesetzliche Krankenkassen bilden die Grundlage einer flächendeckenden gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland. Die GKV bietet eine solide Absicherung für alle Arbeitnehmer sowie freiwillig Versicherte. Wer als Angestellter ein Jahres-Bruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze erzielt, kann sich alternativ auch privat Krankenversichern. Diese wird seitens des Gesetzgebers jährlich neu festgelegt und beträgt 50.850€ für das Jahr 2012. Freiberufler, Selbstständige, Beamte usw. haben generell die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung oder dem Beitritt als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Krankenzusatzversicherung

Eine Krankenzusatzversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Versicherungsschutz sein. Spezielle Behandlungen oder über die in der regulären Versicherung hinausgehende Leistungen wie beispielsweise Chefarztbehandlung, Heilpraktiker, Zahnimplantate, Ein- und Zweitbettzimmer, Brillenersatz usw. sind dadurch u. a. versicherbar.

Kündigung

Eine Kündigung führt zur Vertragsbeendigung. Deshalb sollten im Vorfeld der Verlust des Versicherungsschutzes, eventuelle Alternativen sowie vorgegebene Kündigungsfristen bedacht werden.

L

Lead Investor

In einem Syndikat von Beteiligungsgesellschaften derjenige Investor – zumeist mit dem größten Anteil – der sowohl die Organisation der Finanzierung als auch die Hands on Betreuung übernimmt.

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung bietet die Kombination aus Vermögensbildung für die private Altersvorsorge mit einer Todesfallabsicherung für die jeweils im Vertrag versicherte Person. Die Höhe der Auszahlung aufgrund von Tod kann variabel im Versicherungsvertrag vereinbart werden. Diese wird im Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder eine andere bezugsberechtigte Person ausgezahlt.
Neben der Todesfallabsicherung kann zusätzlich auch das Risiko einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit im Vertrag mitversichert sein und somit bei Eintritt zur Zahlung durch die Versicherung führen. Die meisten Lebensversicherungen dienen allerdings als Kapitalanlage und zahlen das angesparte Kapital aus, weil der reguläre Ablauf- bzw. Auszahlungstermin erreicht wurde.
Im Unterschied zur Rentenversicherung sind bei der Beantragung einer Lebensversicherung meist umfangreiche Gesundheitsfragen zu beantworten. Neben der so genannten klassischen Anlage, das heißt das Geld wird im Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft angelegt, gibt es alternativ die Möglichkeiten, eine Fondsgebundene Lebensversicherung oder eine britische With Profit Police abzuschließen. Die jeweiligen Anlagestrategien unterscheiden sich sehr deutlich hinsichtlich Sicherheit, Garantien und Renditechance.

Leerstandsquote

Ausdruck für den Anteil nicht vermietbarer, aber unmittelbar beziehbarer Flächen in Neubauten und Bestandsobjekten. Dieser Wert ist ein Indiz für die Immobilienmarktlage innerhalb der betrachteten Region.

Legal Due Diligence

Rechtliche Untersuchung aller bestehenden Verträge im Zuge des Prüfungsprozesses vor einer Investition (Due Diligence).

Leibrente

Sind dauerhafte oder zeitlich begrenzte Bezüge, welche aufgrund eines gesetzlichen bzw. privatrechtlichen Anspruchs einer Person zustehen. Leibrenten sind beispielsweise Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung, aus privaten Altersvorsorgeverträgen, aus einem Vermächtnis, einer Umkehrhypothek, einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Leistungsfreiheit

Wenn im Bereich der privaten Krankenversicherung ein Versicherungsnehmer keine Leistungen von der Versicherung über einen gewissen Zeitraum (Bsp. 1 Jahr) in Anspruch genommen hat, wird diese Leistungsfreiheit oft vom Versicherer honoriert, indem er einen Teil vom Jahresbeitrag dem Versicherungsnehmer zurückerstattet.
Allgemein kann Leistungsfreiheit auch bedeuten, dass eine Versicherung von der Leistung befreit ist, weil der Versicherungsnehmer vorsätzlich oder fahrlässig den Eintritt eines Versicherungsfalles in Kauf genommen hat, oder wesentliche Vertragsvoraussetzungen verletzt wurden. Meist ist diese Form der Leistungsfreiheit durch eine rechtliche Entscheidung begründet.

Limited Partner (LP)

Engl. Bezeichnung für Gesellschafter.

Liquidation

Die Liquidation beschreibt die Beendigung eines Investments und damit die Freisetzung des darin gebundenen Kapitals. Bei einem Immobilieninvestment zum Beispiel wird durch Verkauf der Immobilie ein Verkaufserlös erzielt, welcher nach Abzug von Kosten und eventuellen Verbindlichkeiten an die Investoren ausgezahlt wird. Durch diese Liquidation erfolgt die Auflösung der Gesellschaft.

Liquidierbarkeit

Beschreibt die Möglichkeit der Umwandlung einer Vermögensanlage in Bargeld. Bei Geldanlagen bezeichnet Liquidierbarkeit, dass man die Einlage ohne jegliche Mindestanlagedauer oder Kündigungsfrist erhält.

Liquiditätsreserve

Sicherungsposition in der Prognoserechnung einer Fondsgesellschaft. An die Fondsgesellschafter wird ein Teil der laufenden Überschüsse (z. B. aus dem Vermietungsgeschäft) nicht ausgeschüttet, sondern vielmehr als Sicherheitspolster (Liquiditätsreserve) zugeführt. Hieraus können in der Folge unvorhergesehene Kosten abgedeckt werden.

Loss-of-Hire

Engl. für Erlösausfall. In Zeitcharterverträgen wird die Unterbrechung der Zahlung des Charterentgeltes durch die sog. Off-Hire-Klausel geregelt. Diese sieht eine Einstellung der Zahlung durch den Charterer bei definierten Ereignissen vor, z.B. wenn das Schiff durch einen Maschinenschaden nicht einsatzbereit ist. Dieses Risiko wird unter Berücksichtigung von Selbstbehalten versichert.

M

Makler

Es wird zwischen Makler, Mehrfachvermittler bzw. –agent sowie Versicherungsvertreter unterschieden. Ein Makler arbeitet auf Basis einer Maklervollmacht als treuhändischer Verwalter im direkten Auftrag für seinen Kunden. Er bietet eine neutrale Beratung auf Grundlage einer umfangreichen Produktrecherche von nahezu allen namenhaften Versicherungsgesellschaften.
Auch der Mehrfachvermittler arbeitet mit mehreren Versicherern zusammen. Allerdings ist die Anbieterauswahl von ihm vorselektiert und bewegt sich meist zwischen 10-15 Gesellschaften über alle Sparten, um die Umsatzerwartungen der ausgewählten Gesellschaften erfüllen zu können. Oft sind Mehrfachagenten auch für mehrere Gesellschaften als Handlungsbevollmächtigte tätig. Dann sind sie einerseits Vertreter der Versicherung sowie auf der anderen Seite Vertreter der Kundeninteressen.
Der Versicherungsvertreter (auch Ausschließlichkeitsvertreter) ist per Vertrag an eine Versicherung gebunden und damit wirtschaftlich nur von diesem Unternehmen abhängig. Grundsätzlich kann er ausschließlich Produkte dieser Gesellschaft anbieten und ist Bestandteil der vom Unternehmen vorgegebenen Vertriebsphilosophie. Eine produktunabhängige Beratung ist in dieser Konstellation ausgeschlossen.

Managementgebühr

Die Managementgebühr wird von der jeweiligen Fondsgesellschaft festgelegt und für die Vergütung der Arbeit des Managements, die Verwaltung des Fonds, aber auch zu einem wesentlichen Teil als Rückvergütung für die Depotbank und den Vertrieb verwendet. Diese Abrechnung erfolgt indirekt durch entsprechenden Anteilsverkauf vom Fondsvermögen. Die Managementgebühr liegt häufig zwischen 0,5 und 2 Prozent pro Jahr. Damit stellt sie bei mittel- bis langfristiger Anlagedauer eine wesentliche Kostenbelastung für den Anleger dar und kann dadurch die Rendite der Anlage maßgeblich schmälern.

Managementstil

Vermögensanlagen wie zum Beispiel Investmentfonds werden nach unterschiedlichen Investmentansätzen verwaltet. Üblicherweise orientiert sich das Fondsmanagement an einem Referenzindex. Der Vergleich zwischen Index- und Fondsentwicklung macht die Leistung des Managements messbar. Ein über dem Index liegender Wertzuwachs oder ein geringerer Wertverlust wird dadurch angestrebt, dass das Management gezielt von der Indexzusammensetzung abweicht und beispielsweise bestimmte Wertpapiere im Fonds stärker oder schwächer gewichtet sind als im Index.

MDax

Der MDax ist vergleichbar dem DAX (Index der 30 wichtigsten deutschen Aktienunternehmen) und bildet die Wertentwicklung für die nächst größeren 70 deutschen Aktiengesellschaften als eigenen Index ab.

Mehrfachagent / Mehrfachvermittler

Es wird zwischen Makler, Mehrfachvermittler bzw. –agent sowie Versicherungsvertreter unterschieden. Ein Makler arbeitet auf Basis einer Maklervollmacht als treuhändischer Verwalter im direkten Auftrag für seinen Kunden. Er bietet eine neutrale Beratung auf Grundlage einer umfangreichen Produktrecherche von nahezu allen namenhaften Versicherungsgesellschaften.
Auch der Mehrfachvermittler arbeitet mit mehreren Versicherern zusammen. Allerdings ist die Anbieterauswahl von ihm vorselektiert und bewegt sich meist zwischen 10-15 Gesellschaften über alle Sparten, um die Umsatzerwartungen der ausgewählten Gesellschaften erfüllen zu können. Oft sind Mehrfachagenten auch für mehrere Gesellschaften als Handlungsbevollmächtigte tätig. Dann sind sie einerseits Vertreter der Versicherung sowie auf der anderen Seite Vertreter der Kundeninteressen.
Der Versicherungsvertreter (auch Ausschließlichkeitsvertreter) ist per Vertrag an eine Versicherung gebunden und damit wirtschaftlich nur von diesem Unternehmen abhängig. Grundsätzlich kann er ausschließlich Produkte dieser Gesellschaft anbieten und ist Bestandteil der vom Unternehmen vorgegebenen Vertriebsphilosophie. Eine produktunabhängige Beratung ist in dieser Konstellation ausgeschlossen.

Miete

Die Miete ist der Preis für eine vertragsgemäße Nutzung von Sachen (Mietsache), insbesondere Räumen (zum Beispiel Haus, Wohnung etc.), hier die Nutzung der Immobilie.

Mietfläche

Der Raum, der lt. Mietvertrag zur Nutzung durch den Mieter zur Verfügung gestellt wird.

Mietindexierung

Die Entwicklung der Miethöhe (Mietpreiserhöhung) wird durch den Preis von anderen Gütern oder Leistungen bestimmt. Bezugsgrundlage sind die statistisch ermittelten Lebenshaltungskosten.

Mietpreisniveau

Die Mietpreishöhe in einer bestimmten Region.

Mietvertrag

Durch den Mietvertrag wird der Vermieter verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der vermieteten Sache, hier der Immobilie, während der Mietzeit zu gewähren. Der Mieter ist verpflichtet, dafür dem Vermieter die Miete zu zahlen.

Mindestdeckungssummen

Mindestdeckungssummen sind gesetzlich vorgeschriebene Mindestversicherungen für Pflichtversicherungen wie z. Bsp. bei der Kfz- Haftpflicht, der Haftpflicht für steuer- und rechtsberatende Berufe sowie für Finanzdienstleistung und Vermögensverwaltung.

Mittelfreigabe- und Mittelverwendungskontrolle

Kontrolle der prospektgemäßen Verwendung der von den Anlegern auf ein gesondertes Mittelverwendungskontrollkonto geleisteten Einlagen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft während der Investitionsphase. Erst nach Erfüllung der im Mittelfreigabe- und Mittelverwendungskontrollvertrag näher definierten formalen Kriterien werden die Mittel an Dritte ausgezahlt.

MS

Abkürzung für Motorschiff.

MT

Abkürzung für engl. Motor Tanker.

Multi Purpose Carrier

Deutsch: Mehrzweckschiff. Schiff, welches im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Containerschiffen, Tankern, Fähren oder Kühlschiffen mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern kann (Stückgut, Container, Massengut, Schwer- und Gefahrgut).

N

Nabe

Die Rotorblätter sind an der Nabe und diese wiederum an der Rotorwelle befestigt.

Nabenhöhe

Mit steigender Nabenhöhe bzw. Turmhöhe nimmt prinzipiell die Windgeschwindigkeit zu.

Nachsteuerrendite

Auch prognostizierte Rendite nach Steuern. Im Gegensatz zur Vorsteuerrendite ist das die Rendite der Beteiligung in Abhängigkeit vom persönlichen Steuersatz unter Beachtung der Steuereffekte. Im Verkaufsprospekt wird die Nachsteuerrendite meist beispielhaft für verschiedene Steuersätze berechnet.

Nebenwerte (Mid Caps oder Small Caps)

Als Nebenwerte werden Aktien von mittleren und kleineren börsennotierten Gesellschaften bezeichnet.

Nennleistung

Bei einer genau spezifizierten Windgeschwindigkeit erreicht die WEA ihre maximale elektrische Leistung. Die heute üblichen Anlagen haben Nennleistungen von 1,0 – 2,5 MW.

Nennwindgeschwindigkeit

Ab dieser Windgeschwindigkeit erreicht die WEA ihre elektrische Nennleistung. Bei WEA mit einer Nennleistung von 1,5 MW beispielsweise liegt die Nennwindgeschwindigkeit zwischen 12 und 14 m/s.

Nettoinventarwert (Net Asset Value/NAV)

Der Nettoinventarwert stellt das Gesamtvermögen eines Fonds dar.

Nettomiete

Entgelt für die ausschließliche Nutzung einer Immobilie ohne jegliche zusätzliche Kostenentschädigung (zum Beispiel Nebenkostenpauschale).

Nettoraumzahl (NRZ)

Seit 1982 wird die NRZ als Einheit bei der Schiffsvermessung verwendet. Sie gibt die Verwendungsmöglichkeit eines Schiffes an, während die BRZ (Bruttoraumzahl) die Gesamtgröße des Schiffes definiert. Die pauschale Tonnagebesteuerung (siehe Tonnagesteuer) stellt auf die Nettoraumzahl ab.

Nettotarif

Ist die Fachbezeichnung für eine provisionsfreie Versicherung. Diese werden vor allem im Bereich der privaten wie betrieblichen Altersvorsorge (Lebens- und Rentenversicherungen) sowie für staatlich geförderte Versicherungen wie Riester oder Rürup angeboten.
Im Gegensatz zu traditionellen Tarifen, für welche der Berater Provisionen erhält, gibt es bei Netto-Tarifen generell keine Kostenbelastungen des Vertrages für Abschluss- sowie Betreuungsprovisionen.
Die Vorteile sind offensichtlich:
– Durch Vermeidung von Provisionskosten fließt mehr Kapital in die Versicherung.
– Höhere Kapitalzuflüsse führen durch Zinseszins-Effekt zu schnellerem Kapitalzuwachs.
– Deutlich bessere Ablaufwerte gewährleisten mehr Kapitalauszahlung bzw. Rente im Alter.

Nettovermögenswert

Der Nettovermögenswert ergibt sich aus dem Verkehrswert der vom Anleger (anteilig) gehaltenen Immobilien, abzüglich der (anteilig) mit dieser Immobilie in Zusammenhang stehenden und zum Verkehrswert angesetzten Schulden.

Neuwertversicherung

Es wird zwischen Neuwert- sowie Zeitwertversicherung unterschieden. Bei einem Schaden innerhalb der Hausratversicherung wird meist die Neuwertversicherung bei der Regulierung herangezogen, d. h., die Versicherung erstattet den ursprünglich für den Gegenstand bezahlten Neupreis.
Bei der Zeitwertversicherung resultiert die Höhe einer Erstattung im Schadensfall aus dem jeweiligen Restwert des versicherten Objektes. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Kfz-Kaskoversicherung.

O

Oberfinanzdirektion (OFD)

Die Oberfinanzdirektion ist für die Leitung der Finanzverwaltung des Bundes nd des Landes zuständig. Sie untersteht in Angelegenheiten der Bundesfinanzverwaltung dem Bundesministerium der Finanzen, in Angelegenheiten der Landesfinanzverwaltung als Mittelbehörde dem Senat bzw. der Finanzbehörde.

Objektives Risiko

Als objektives Risiko werden Vergleichskriterien bezeichnet, welche nachweißlich der Risikobewertung und somit zur Berechnung der Versicherungsprämie herangezogen werden können. Diese können beispielsweise das Alter, bestimmte Berufsgruppen, Vorerkrankungen sein.

Objektverwaltung

Die Betreuung der Immobilie vor Ort. Zu den Hauptaufgaben der Objektverwaltung gehören insbesondere die Überwachung, Instandhaltung und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Offene Fonds

Offene Fonds sind Investmentfonds, bei denen in der Regel sowohl zeitlich als auch volumenmäßig unbegrenzt Anteile ausgegeben und börsentäglich auch wieder zurückgenommen werden. Damit kann meist börsentäglich gekauft und wieder verkauft werden. Das Gegenteil von offenen Fonds sind geschlossene Fonds.

Offshore/ Onshore

Diese englischen Begriffe sind Standortbeschreibungen für Windenergieanlagen (WEA). Onshore bedeutet auf dem Festland oder Inseln und Offshore ist die Bezeichnung für WEA im Meer. Um die höheren Windgeschwindigkeiten auf See nutzen zu können, wird die Errichtung der großer Offshore-Windparks eine steigende Bedeutung zukommen.

Outperformer

Eine Anlage, die in einem bestimmten Betrachtungszeitraum eine bessere Wertentwicklung erzielt als der entsprechende Vergleichsindex oder der Durchschnitt all jener Geldanlagen mit vergleichbaren Anlageschwerpunkten (Peer-Group), ist ein Outperformer. Die Performance lag über der des Marktes.

P

Parkwirkungsgrad

Der Parkwirkungsgrad beschreibt die zu erwartenden Abschattungskriterien bei Windparks und die damit verbundene Beeinflussung des Energieertrages in Prozent.

Performance

Als Performance bezeichnet man die Entwicklung einer Geld- oder Kapitalanlage. Bei Investmentfonds wird die prozentuale Wertentwicklung der Fondsanteile während eines definierten Zeitraums unter Berücksichtigung der Ausschüttung und des Körperschaftssteuerguthabens gemessen. Meist bleiben dabei allerdings die beim Fondskauf gezahlten Ausgabeaufschläge (Agio) unberücksichtigt.

Pflegepflichtversicherung

Die Pflegeversicherung wurde als weitere Pflichtversicherung im Bereich der Sozialversicherungen 1995 eingeführt, um die steigenden Kosten pflegebedürftiger Menschen in einer immer älter werdenden Gesellschaft abfedern zu können.

Pflichtversicherung

Pflichtversicherung sind gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen wie beispielsweise die Arbeitslosen-, die Renten-, die Kranken- und Pflegeversicherung im Sozialversicherungsbereich, die Kfz-Haftpflichtversicherung sowie die Haftpflichtversicherung für bestimmte Berufsgruppen.

Pitch-Regelung

Durch das computergesteuerte Verdrehen der Rotorblätter wird der Anstellwinkel verändert und so die Leistung der Anlage gesteuert. Da die Rotorblätter sich immer in einer optimalen Stellung zum Wind befinden, ist von geringeren Lastmomenten auszugehen. Dem gegenüber steht eine umfangreiche Steuerung und Einstelltechnik. Diese Leistungsregelung unterscheidet sich von dem Stallverfahren, bei dem die Rotorblätter starr an der Nabe montiert sind.

Platzierungsgarantie

Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das einzuwerbende Emissionskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter eventuelle Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt. Dies bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da der Fonds in jedem Fall geschlossen wird.

Police

Die Police steht für den Versicherungsschein, mit welchem die Versicherungsgesellschaft gegenüber dem Versicherungsnehmer beurkundet, dass der Vertrag zustande gekommen ist. Alle relevanten Daten zum Leistungsumfang inkl. Deckung, zur Laufzeit und den Kosten sind darin enthalten. Die Police ist Voraussetzung für einen Anspruch gegenüber der Versicherung auf Regulierung im Schadensfall.

Pool

Gruppe von Schiffen, die gemeinsam unter der Regie eines Koordinators (Poolmanager) als Einheit betrachtet werden, und deren Erträge zuerst kumuliert und anschließend nach einem festgelegten Schlüssel wieder auf die einzelnen Schiffe verteilt werden. Meist als Einnahmepool konzipiert. Damit werden für die Poolmitglieder die üblichen, teilweise sehr heftigen Ratenschwankungen geglättet. Bei einem erfolgreichen Poolmanagement sollten die Poolschiffe bessere Raten erzielen als der Durchschnitt der Einzelfahrer.

Portfolio

Summe des gesamten in Beteiligungen angelegten Kapitals einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft, das sich auf Engagements in verschiedenen Finanzierungsphasen und Branchen mit dem Ziel der Risikoverteilung verteilt; Beteiligungsbestand in den Büchern.

Prämie

Der für eine Versicherung vereinbarte Zahlbeitrag ist die Prämie. Dabei wird zwischen Einmalprämie bzw. –beitrag sowie laufender Prämienzahlung (unterjährig bzw. jährlich) unterschieden.

Private Equity

Oberbegriff für alle Eigenkapital-Anlageformen: Venture Capital, Mezzanine und LBO-Beteiligungskapital im weitesten Sinne.

Private Equity-Fonds

Private Equity (Engl.: privates Beteiligungskapital) ist der englische Begriff für das von Privatanlegern beschaffte Beteiligungskapital im Unterschied zum Public Equity, welches das an der Börse beschaffte Kapital darstellt. Das Geschäftsmodell von Private Equity Gesellschaften besteht in der Übernahme von Firmen oder Beteiligungen an Firmen, die in der Regel als unterbewertet eingestuft werden. Die als Finanzinvestoren auftretenden Gesellschaften sind nicht an einer strategischen Investition interessiert, sondern verfolgen lediglich das Ziel der Geldanlage mit einer möglichst hohen Rendite.

Private Krankenversicherung (PKV)

Aufgrund der Krankenversicherungspflicht in Deutschland, laut Sozialgesetzbuch (SGB), muss jeder in einer gesetzlichen Krankenkasse bzw. bei einer privaten Krankenversicherung versichert sein. Wer als Angestellter ein Jahres-Bruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze erzielt, kann sich privat Krankenversichern. Diese wird seitens des Gesetzgebers jährlich neu festgelegt und beträgt 50.850€ für das Jahr 2012. Freiberufler, Selbstständige, Beamte usw. haben generell die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung oder dem Beitritt als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung.
Bei der Wahl der privaten Krankenversicherung ist eine umfassende Beratung besonders wichtig, weil eine Vielzahl von Tarifen mit sehr unterschiedlichen Leistungen, Preisen sowie Sondervereinbarungen angeboten werden.

Private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung (Schicht 3) ist eine Versicherung, welche ab einem bestimmten Zeitpunkt eine monatliche Leibrente auszahlt. Alternativ besteht meist auch die Möglichkeit, sich dass angesammelte Kapital in einer Summe auszahlen zu lassen. Sie dient der zusätzlichen finanziellen Versorgung im Alter und sichert diese bei Verrentung des Kapitals bis zum Lebensende ab.
Es wird zwischen Sofortrente, bei welcher gegen Einmalbeitrag durch die Versicherung eine sofort beginnende Leibrente gezahlt wird, und aufgeschobener Rentenversicherung unterschieden. Der Rentenbezug beginnt dann erst nach einer vereinbarten Zeit. Die Versicherung wird entweder gegen einen Einmalbeitrag oder gegen laufende Beiträge während der Aufschubzeit (Ansparphase) abgeschlossen.
Neben der so genannten klassischen Anlage, das heißt das Geld wird im Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft angelegt, gibt es alternativ die Möglichkeiten, eine Fondsgebundene Rentenversicherung oder eine britische With Profit Police abzuschließen. Die jeweiligen Anlagestrategien unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Sicherheit, Garantien und Renditechance.

Privathaftpflichtversicherung

Eine Privathaftpflicht ist entgegen den Namen keine Pflichtversicherung. Sie ist jedoch eine sehr wichtige Versicherung, die Privatpersonen abschließen sollten, um sich gegen berechtigte Schadenersatzforderungen aufgrund Verletzung einer Sorgfaltspflicht, fremden Eigentums, einer Vertragsverpflichtung oder der Gesundheit gegenüber Dritten zu schützen.

Progressionsvorbehalt

Im Ausland erzielte Einkünfte unterliegen in der Regel dort der Besteuerung. Aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens bleiben solche Einkünfte im Inland häufig steuerfrei. Doppelbesteuerungsabkommen sehen jedoch häufig eine Berücksichtigung der steuerlichen Ergebnisse von Auslandsbeteiligungen bei der Ermittlung des Einkommensteuersatzes in Deutschland vor.

provisionsfreie Altersvorsorge / Versicherung

Lebens- und Rentenversicherungen sowie staatlich geförderte Versicherungen wie Riester oder Rürup sind beliebte Anlagen, um eine solide Altersversorgung aufzubauen.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass der Abschluss einer solchen Versicherung kostenfrei wäre! Schließlich muss man für die Beratung bzw. die Vertragsabwicklung kein Geld bezahlen.
Natürlich erhält der Bank- bzw. der Versicherungsberater dafür eine Vergütung. Pro Vertrag werden zu Beginn eine Abschlussprovision sowie jährliche Betreuungsprovisionen an den Berater gezahlt. Diese Provisionskosten belastet die Versicherung dem jeweiligen Vertrag – der Kunde zahlt diese unbemerkt! Sofern der Vertragswert dafür nicht ausreicht (wie im Falle der Abschlussprovision zu Beginn), werden die Kosten durch eine Art „Darlehen“ von der Versicherungsgesellschaft vorfinanziert. Die Rückzahlung des „Darlehens“ erfolgt durch die Prämienzahlungen des Kunden in den folgenden Jahren.
Wie negativ sich diese gesamten Provisionskosten auswirken, zeigt sich daran, dass in den ersten Jahren stets viel weniger Kapital im Vertrag vorhanden ist, als eingezahlt wurde. Bei provisionsfreien Tarifen, welche auch als Netto-Tarife bezeichnet werden, gibt es generell keine Kostenbelastungen des Vertrages für Abschluss- sowie Betreuungsprovisionen.
Die Vorteile sind offensichtlich:
– Durch Vermeidung von Provisionskosten fließt mehr Kapital in die Versicherung.
– Höhere Kapitalzuflüsse führen durch Zinseszins-Effekt zu schnellerem Kapitalzuwachs.
– Deutlich bessere Ablaufwerte gewährleisten mehr Kapitalauszahlung bzw. Rente im Alter.

provisionsfreies Investmentfondsdepot

Investmentfonds sind eine interessante Sachwertanlage, welche bei entsprechender Streuung ein ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit und Rendite bietet.
Wie gut sich ein Depot entwickelt, ist nicht allein davon abhängig, welche Erträge die im Depot befindlichen Einzelfonds erwirtschaften, sondern von den Kosten, die während der Anlagedauer entstehen. Diese setzen sich vor allem aus Ankaufskosten (Agio) bei Kauf, aus Tauschkosten bei Fondswechsel, aus Managementgebühren sowie Depotkosten zusammen.
Der Bank- bzw. Anlageberater erhält i. d. R. einmalig eine Provisionen bei Fondskauf sowie Tausch und eine jährliche Betreuungsprovision. Um hohe Provisionserlöse zu generieren, wird meist ein häufiges Tauschen der im Depot befindlichen Fonds empfohlen. Die Betreuungsprovision zahlt die Kapitalanlagegesellschaft aus den von ihr erhobenen Managementgebühren.
Bei provisionsfreien Depots werden keine Kosten für Agios bei Kauf bzw. Fondstausch fällig und die mit der Managementgebühr anteilig mit eingezogene Betreuungsprovision wird dem Fondsdepot zurückerstattet.
Weil die Substanz durch Wegfall von Provisionskosten nicht mehr regelmäßig geschmälert wird, sind provisionsfreie Depots bei identischer Fondsauswahl schon nach wenigen Jahren viel größer als traditionelle Depots.
Die Vorteile sind offensichtlich:
– Aufgrund starker Kostenreduzierung verbleibt mehr Kapital im Depot.
– Aus mehr Substanz resultieren höhere Depotwerte (Zinseszins-Effekt).
– Geringere Kosten führen bei gleichem Anlagebetrag zu mehr Fondskapital.

Q

R

Rating

Dabei handelt es sich meist um eine Bewertung bzw. Einschätzung von Unternehmen oder Anlageprodukten. Ratings von Banken dienen i. d. R. zur Beurteilung der Bonität eines Schuldners. Einschätzungen von Anlagenprodukten werden durch Rating-Unternehmen nach messbaren Kriterien wie z. Bsp. Fondsvolumen, Rendite, Volatilität, Fremdkapitalanteil, Chancen-Risiko-Verhältnis usw. vorgenommen. Mitunter fließen zusätzlich subjektiven Faktoren wie beispielsweise Zusammensetzung sowie Erfahrung des Managements, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Investments in die Bewertung mit ein. Auch wenn häufig aus Ratings gewisse Prognosen für zukünftige Entwicklungen abgeleitet werden, bieten sie keine Sicherheit für eine positive Anlageentscheidung.

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung ist eine sinnvolle Absicherung, um beispielsweise bei Rechtsstreitigkeiten in den Breichen Privat-, Berufs-, Verkehrs-, Grundstückseigentümerrechtsschutz die Verfahrens- sowie Anwaltskosten abzgl. einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung erstattet zu bekommen.

Reisecharter

Charterrate, die Schiffe für eine einzelne oder mehrere Reisen auf dem so genannten Spot-Markt erhalten. Die Ratenhöhe wird dabei meist nicht für einen festen Zeitraum vereinbart, sondern für eine fest definierte Strecke, auf der eine konkrete Ladung abzufahren ist.

Rendite

Kennzahl zum Vergleich der Vorteilhaftigkeit von Kapitalanlagen. Der Begriff Rendite (Synonym Rentabilität, Kapitalverzinsung, Verzinsungssatz – Engl. rate of return) ist ein Fachbegriff der Finanzmärkte. Die Rendite bezeichnet den Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Bei geschlossenen Fonds bezieht sich die Rendite auf das jeweils gebundene Eigenkapital. Die Rendite geschlossener Fonds ist nicht zu vergleichen mit der Effektivverzinsung festverzinslicher Wertpapiere. Die Rendite gibt das Verhältnis der Einnahmen zu den Ausgaben an und wird meist in Prozent und jährlich angegeben. Der Begriff ist jedoch nicht scharf definiert – es existiert eine ganze Reihe von verschiedenen Renditebegriffen für verschiedene Anwendungen.

Rentenbezugsform

Bei zahlreichen Versicherungen zur Altersvorsorge wie beispielsweise der Privaten Rentenversicherung kann vor der Verrentungsphase über die Bezugsform entschieden werden.
– Steigende bzw. Dynamische Rente
– Teildynamische Rente
– Flexible bzw. Variable bzw. Konstante Rente
– Fallende Rente
Details zu den jeweiligen Unterschieden ergeben sich aus den individuellen Begriffserklärungen.

Rentenformel

Die Rentenformel ist die Berechnungsgrundlage für die Höhe der monatlichen Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Entgeldpunkte, Zugangsfaktor, Rentenwert sowie Rentenfaktor sind dafür die wichtigsten Ausgangsparameter.

Rentenlücke

Die Rentenlücke, auch Versorgungslücke genannt, beschreibt üblicherweise die Differenz zwischen letzten Nettoeinkommen während der Erwerbstätigkeit und der staatlichen Versorgung durch gesetzliche Renten- bzw. Pensionszahlungen im Ruhestand. Oft bewegt sich diese Reduzierung (Lücke) zwischen 35% bis 55%. Wer einen derart hohen Einkommensverlust im Ruhestand vermeiden will, sollte frühzeitig durch eine private, betriebliche bzw. staatlich geförderte Altersvorsorge sowie geeignete Vermögensanlagen dem entgegenwirken.

Rentenversicherung

Rentenversicherung steht allgemein für eine Versorgungsleistung im Ruhestand. Die grundsätzliche Unterscheidung besteht zwischen gesetzlicher Rentenversicherung (siehe Lexikon) und privater Rentenversicherung (siehe Lexikon).

 

Restschuldversicherung (RSV)

Die Restschuldversicherung übernimmt die Zahlung einer Restschuld eines Kreditnehmers gegenüber einem Kreditgeber unter bestimmten Voraussetzungen wie beispielsweise im Falle des Todes, Berufsunfähigkeit oder bei Arbeitslosigkeit. Welche Kriterien zur Leistung der Versicherung führen, kann sehr unterschiedlich vereinbart sein.

Revitalisierung

Renovierungsaufwand, welcher zur Erhaltung des Marktwertes der Räumlichkeiten bei Neuvermietung getätigt wird.

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine vom Staat geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Die Förderung setzt sich zusammen aus einer Grundzulage und einer Kinderzulage.
Diese betragen seit 2008 154 € je Person sowie 185 € je Kind -geboren bis 31.12.2007 bzw. 300 € je Kind -geboren ab 01.01.2008.
Es wird zwischen unmittelbarer und mittelbarer Förderberechtigung unterschieden.
Um die volle Förderung zu erhalten beträgt der notwendige jährliche Sparbeitrag 4% (max. jedoch 2.100€) des steuerpflichtigen Vorjahreseinkommens abzüglich der ungekürzten Zulagen des laufenden Jahres. Der Mindestsparbeitrag für den unmittelbar Förderberechtigten beträgt 60€ jährlich. Ggf. ist ergänzend eine steuerliche Begünstigung der Riesterbeiträge möglich.
Die Anbieter der Riesterrente müssen, um die Zertifizierung ihres Produktes zu erhalten, zu Beginn der Auszahlungsperiode (in der Regel Rentenbeginn) mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge garantieren. Dieses gilt auch für Riester-Fondssparpläne und fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen.

Risikoausschluss

Risikoausschlüsse entbinden bei Schadenseintritt unter den ausschließenden Umständen den Versicherer von einer Zahlung. Dabei werden allgemeine und besondere Risikoausschlüsse unterschieden. Allgemeine Risikoausschlüsse sind Gegebenheiten, welche für alle Versicherungsnehmer gelten (Bsp.: Krieg, Ereignisse aufgrund höherer Gewalt). Umstände, die speziell auf einem Versicherungsnehmer zum Ausschluss einer Leistung führen, sind besondere Risikoausschlüsse und werden im Versicherungsvertrag individuell vereinbart (Bsp.: Vorerkrankungen).

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung dient zur Absicherung von Hinterbliebenen im Falle des Todes der versicherten Person, um hohe Kreditforderungen, wie beispielsweise aufgrund eines Immobilienerwerbs, trotz des Einkommensverlustes zurückzahlen zu können. Damit unterscheidet sie sich deutlich von der Lebensversicherung, welche meist zur zusätzlichen Versorgung im Alter abgeschlossen wird.

Rohrturm

Die meisten modernen Anlagen sind auf Rohrtürmen gebaut. Diese Türme sind aus Stahl, sie enthalten die Leitungen, Arbeitsplattformen und Wartungsleitern.

ROI

Return on Investment; Gewinn aus Auszahlungen und der Veräußerung einer Beteiligung.

Rotor

Der Rotor besteht aus den Rotorblättern (oder -flügeln), der Nabe und der Rotorwelle.

Rotorblatt

Die spezielle aerodynamische Form der Blätter hat den Effekt des Auftriebs, ähnlich wie bei einem Flugzeugflügel, die Drehbewegung wird dann auf die Rotorwelle übertragen und erzeugt Energie. Die meisten modernen Anlagen haben heute drei Rotorblätter.

Rotorfläche

Die Rotorfläche hängt vom Rotordurchmesser ab und bezieht sich auf die von den Rotorblättern überstrichenen Fläche. Wird diese vergrößert, so steigt der Energieertrag.

Rotorwelle

Durch die Rotorwelle wird die von den Rotorblättern erzeugte Energie an das Getriebe weitergeleitet.

Rückkaufswert

Der Rückkaufswert ist der Betrag, welchen eine Versicherung im Falle einer Kündigung an den Versicherungsnehmer auszahlt. Sinngemäß kauft die Versicherung vereinbarte Ansprüche des Versicherungsnehmers von diesem zurück. Der Rückkaufswert resultiert aus dem gezahlten Beiträgen, den erzielten Gewinnen, den Kosten für Verwaltung und Vertrieb sowie aus Gebühren für eventuell vereinbarte Risikoabsicherungen.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, ist eine private, kapitalgedeckte Altersvorsorge. Die Beiträge zur Rürup-Rente sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt. So dürfen die Leistungsansprüche aus dem Vertrag nicht vererblich, übertragbar, beleihbar, veräußerbar und veränderbar sein.
Für den Rentenbezug besteht kein Kapitalwahlrecht. Es existiert nur die Möglichkeit, sich die Leistung als monatliche Rente auszahlen zu lassen. Zusätzlich kann auch eine Versorgung des hinterbliebenen Ehepartners vereinbart werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, zusätzliche Risiken wie zum Beispiel Berufsunfähigkeit mit abzusichern. Als Sonderausgaben kann ein Höchstbeitrag von 20.000€ p. a., bei zusammen veranlagten Ehegatten bis zu 40.000€ p. a. geltend gemacht werden, wobei zum Beispiel Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Beiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen abzuziehen sind. Im Jahr 2012 sind oben beschriebene Beiträge als Sonderausgaben 74% steuerlich abzugsfähig. Jedes Jahr erhöht sich der Anrechnungssatz um 2%, bis 2025 schließlich 100% erreicht sind.
Die Auszahlungen aus einer Basisrente unterliegen der so genannten nachgelagerten Besteuerung. Die Höhe der Besteuerung ist abhängig vom Jahr, in welchen erstmals Zahlungen aus der Basisrente erfolgen. Von 2012 bis 2039 steigert sich dieser Satz von 64% auf 99%, ab 2040 ist die gesamte Auszahlung zu 100% steuerpflichtig. Eine Rürup-Rente kann aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht vor Rentenbeginn gekündigt, sondern lediglich beitragsfrei gestellt werden. Sie ist während der Ansparzeit unpfändbar. Analog Riester-Verträgen oder bei Verträgen der betrieblichen Altersversorgung wird der Vertragswert beim Arbeitslosengeld II nicht berücksichtigt, sofern der Abschluss wie die Beitragszahlungen vor Antragstellung auf Arbeitslosengeld II erfolgten.

S

Schadensfall

Als Schadensfall wird die Situation bezeichnet, in welcher lt. den Versicherungsbedingungen ein Schaden eingetreten ist. Sofern dieser versichert ist, wird er zum Versicherungsfall und löst die Leistungspflicht beim Versicherer aus.

Schallemissionsspiegel

Die Lautstärke der durch WEA erzeugten Geräusche wird in dBA gemessen. Während des Genehmigungsverfahrens wird sichergestellt, dass die in der TA-Lärm festgelegten Richtwerte nicht überschritten werden.

Schattenwurf

Wie jedes Bauwerk wirft auch eine WEA einen Schatten. Die Besonderheit hier ist, dass die Bewegung der Rotorblätter einen „blinkenden“ Effekt verursacht. Aus diesem Grund ist eine genaue Planung notwendig, um sicherzustellen, dass keine benachbarten Gebäude von diesem Effekt beeinflusst werden.

Schenkungsteuerlicher Wert

Grundlage des schenkungsteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströmeund steuerlichen Ergebnisse abgebildet sind. Dabei werden Auszahlungen wie Entnahmen behandelt. Im Falle der Übertragung des Anteils durch Schenkung oder Vererbung hat eine Beteiligung an einem Unternehmen Vorteile, zum Beispiel gegenüber Geldzuwendungen aufgrund des nach erbschaftsteuerlichen Vorschriften zu ermittelnden geringeren Wertes.

Schiffsablieferung/ Übergabe

Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Reederei übergibt. Bei Neubauten werden eventuelle Restarbeiten durch Werftpersonal im Anschluss an die Ablieferung, teilweise aber auch durch Bordpersonal auf See erledigt.

Schiffsbetriebskosten

Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens, hier des Schiffes, anfallen. Dazu zählen im Einzelnen: Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten.

Schiffshypothekendarlehen

Ist ein langfristiges Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist – entsprechend einer Immobilienfinanzierung – durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.

Seeschiffsregister

Öffentliches, bei den Amtsgerichten geführtes Register, das über Rechtsverhältnisse an Schiffen Auskunft gibt.

Selbstbeteiligung / Selbstbehalt

Eine Selbstbeteiligung ist der Betrag, den ein Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst bezahlen muss, die Versicherung trägt die darüber hinausgehenden Kosten. Sie kann in verschiedenen Höhen vereinbart werden und wird von der Versicherung durch eine günstigere Prämie honoriert.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse gibt Aufschluss darüber, wie sich der prospektierte Anlageerfolg ändert, wenn ausgewählte Einflussfaktoren (z.B. Inflationsrate, Zinssatz, Einnahmen, Betriebskosten, Wechselkurs, Veräußerungsfaktor) von den Prognoseprämissen des Prospektherausgebers abweichen.

Servicegeschwindigkeit

Durchschnittliche Geschwindigkeitsperformance im regulären Schiffsbetrieb.

SOLAS-Abkommen

Safety of Life at Sea-Convention. Internationale technische Vorschrift, die sicherheitsfördernde bauliche Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und allgemeinen Verbesserung der Schiffssicherheit vorschreibt.

Stall-Regelung

Im Gegensatz zur Pitch-Regelung werden hier die Rotorblätter in ihren Anstellwinkeln während der Betriebsphase nicht verändert. Daher müssen sich alle Lastannahmen der Anlage auf die maximal möglichen Kräfte beziehen. Der dadurch verursachte höhere Materialaufwand (stärkere Rotorblätter) steht jedoch einer einfacheren Steuerungstechnik gegenüber.

Steigende / Dynamische Rente

Die dynamische bzw. steigende Rentenzahlung ist im Gegensatz zur variablen Rentenzahlung in der Anfangsphase niedriger. Sie steigt aber um einen variablen Prozentsatz von Jahr zu Jahr. Diese jährlichen Steigerungen beruhen auf den erwirtschafteten Überschüssen im Rentenbezug. Alle zukünftigen Rentensteigerungsraten sind somit vom Verlauf der Überschussbeteiligung abhängig. Eine einmal erreichte Rentenhöhe ist allerdings für die restliche Laufzeit garantiert.

Steuerliches Ergebnis

Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Das steuerliche Ergebnis wird bei einer Personengesellschaft (zum Beispiel KG) den Gesellschaftern anteilig entweder entsprechend der Höhe ihrer Beteiligung oder wie im Gesellschaftsvertrag vereinbart zugewiesen.

Stiller Gesellschafter

Der Stille Gesellschafter beteiligt sich an einem Unternehmen mit einer Einlage, die in das Vermögen der Gesellschaft übergeht. In den meisten Fällen wir die Einlage mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst und der Stille Gesellschafter nimmt nicht am Ergebnis der Gesellschaft teil. Im Fall der „Atypisch Stillen Gesellschaft“ nimmt der Stille Gesellschafter am Ergebnis der Gesellschaft teil, die feste Verzinsung der Einlage entfällt. In der Regel hat der Stille Gesellschafter einen vertraglich gesicherten Anspruch auf die Rückzahlung seiner Einlage. Gemäß HGB § 232 und § 236 hat die Gesellschaft das Recht, Forderungen gegenüber dem Stillen Gesellschafter gegen seine Einlage aufzurechnen.

Subjektives Risiko

Subjektive Risiken spielen beim Abschluss einer Versicherung nur selten eine Rolle. Wenn eine außergewöhnlich hohe Lebensversicherung abgeschlossen werden soll, könnten diese jedoch Einfluss haben. Eventuell versucht dann der Versicherer anhand moralischer Kriterien wie beispielsweise Persönlichkeitseinstufung, Lebenseinstellung, Wertevorstellungen abzuwägen, ob ein erhöhtes Risiko bzgl. Eintritts des Versicherungsfalles gegeben sein könnte. Wenn dies erwartet wird, kann es zur Ablehnung des Versicherungsantrages oder zu höheren Prämien führen.

T

TA-Lärm T

Die „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ ist die sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz.

tdw

Tons deadweight. Tragfähigkeit des Schiffes in Tonnen, gleichbedeutend mit dwt.

Teildynamische Rente

Die teildynamische Rente ist eine Mischform aus konstanter und dynamischer Rente. Die Rente beginnt auf einem höheren Niveau als die dynamische und steigt in der Regel moderat. Sie besteht aus einem steigenden und einem flexiblen Teil. Die Überschüsse für den steigenden Teil werden als Einmalbeitrag für eine zusätzliche Rente verwendet. Die Überschüsse für den flexiblen Teil werden für eine bereits ab Rentenbeginn erhöhte zusätzliche Rente verwendet, die bei unveränderter Festlegung der Überschussbeteiligung Jahr für Jahr gleich bleibt. Sie verringert bzw. erhöht sich nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik nur bei einer Änderung der Festlegung der Überschussbeteiligung und kann gegebenenfalls auch ganz entfallen. Die Gesamtrente kann im schlechtesten Fall auf die garantierte Rente zu Beginn zurückfallen.

Teilkaskoversicherung

Im Gegensatz zur Vollkaskoversicherung (siehe Lexikon) bietet die Teilkaskoversicherung keinen Schutz für Schäden, welche am eigenen Kfz durch einen selbstverschuldeten Unfall entstanden sind. Versichert sind beispielsweise Schäden durch Hagel, Brand, Unfall mit Haarwild, Schmorschäden, Marderbiss usw. Da bei der Prämienhöhe im Vergleich zur Vollkaskoversicherung kein Schadensfreiheitsrabatt berücksichtigt wird, kann bei hohen Schadensfreiheitsrabatten die Teilkaskoversicherung, trotz geringerem Versicherungsschutz, teurer als eine Vollkaskoversicherung sein.

Teillastbereich

Der Produktionsbereich zwischen der Einschaltgeschwindigkeit und dem Nennbetrieb nennt man Teillastbereich.

TEU

Twenty-Foot Equivalent Unit, Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß (rd. sechs Meter).

Term Sheet

Finanzielle und andere Eckdaten einer Transaktion, auf die die Parteien sich geeinigt haben.

Thesaurierung

Wiederanlage laufender Erträge, z.B. die Wiederanlage von Einkünften aus der Vermietung und Verpachtung der Immobilien.

Tilgung

Ab- oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld. Die Tilgung erfolgt normalerweise in viertel- oder halbjährlichen gleich hohen Raten.

Tonnage

Begriff aus der behördlichen Schiffsvermessung zum Zwecke der Gebührenerhebung oder als Maß für die Ermittlung des nutzbringenden Raumes in Bezug auf seine Aufnahmefähigkeit an Gewicht und Volumen der zu transportierenden Ladung.

Tonnagesteuer

Nach dem § 5a EStG haben Emittenten seit dem 1. Januar 1999 die Möglichkeit, eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. Diese Gewinnermittlungsmethode wird als „Tonnagesteuer“ bezeichnet. Wesentliche Voraussetzungen für den Wechsel zur pauschalierten Gewinnermittlung sind unter anderem, dass sich die Geschäftsführung der Gesellschaft im Inland befindet, die Bereederung des Schiffes im Inland durchgeführt wird und das Schiff im Wirtschaftsjahr überwiegend in einem deutschen Schiffsregister eingetragen ist. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesellschaft für zehn Jahre gebunden.

Tonnagesteuer – Gewinnbesteuerung

Das Betriebsstättenfinanzamt stellt für jedes Geschäftsjahr die Gewinne und Verluste einheitlich und gesondert fest und weist sie anteilig den Gesellschaftern zu. Die Ergebnisse werden einheitlich für die Gesellschaft und gesondert für die Gesellschafter festgestellt und zugeordnet. Das Betriebsstättenfinanzamt teilt dann den Wohnsitzfinanzämtern der Gesellschafter auf dem Weg der so genannten Amtshilfe (spezielle Mitteilungen) die gesonderten steuerlichen Ergebnisse mit.

Totalgewinn

Positives steuerliches Gesamtergebnis der Gesellschaft aus dem Betrieb und Verkauf des Objektes, aber auch für den Anleger insbesondere mit Blick auf eine etwaige Anteilsfinanzierung von Bedeutung – für Einzelheiten vgl. steuerliche Grundlagen.

Track Record

Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens oder auch eines Managers/Unternehmers.

Transparente Gesellschaft

In den Niederlanden wird eine Personengesellschaft als transparente Gesellschaft behandelt, wenn die Übertragung von Gesellschaftsanteilen nur mit Zustimmung aller Gesellschafter erfolgen kann.

Treuhandgesellschaft

Unternehmen, das treuhänderisch „im Auftrag und für Rechnung“ eines odermehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist. Der Treuhandvertrag regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber. Nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister wird die Treuhandschaft in eine Verwaltungstreuhand umgewandelt.

U

Unterschiedsbetrag

Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buch- und Teilwert des Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven festzustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnagesteuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungserlös zu versteuern sind.

Überschüsse

Überschüsse sind Erträge, welche eine Versicherung aus ihrem Versicherungsgeschäft erwirtschaftet. Diese stehen nicht allein der Versicherung zu, über die Überschussbeteiligung (siehe Lexikon) werden auch die Versicherungsnehmer daran beteiligt.

Überschussbeteiligung

Die Überschussbeteiligung regelt die Verteilung erwirtschafteter, handelsrechtlicher Überschüsse zwischen Versicherungsgesellschaft sowie Versicherungsnehmern. Die jährliche Verteilung dieser Überschüsse wird nach einem sehr komplexen System vorgenommen, welches von Aktuaren (Versicherungsmathematikern) begleitet und von staatlicher Seite beaufsichtigt wird. Natürlich muss die Gesellschaft für unbekannte Risiken, Entwicklungen in der Zukunft mit entsprechenden Rücklagen vorsorgen. Ziel ist aber trotzdem eine angemessene Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Überschüssen der Gesellschaft. Zusätzlich zu der jährlichen Überschussbeteiligung wird zum Vertragsablauf jedem Versicherungsnehmer mindestens die Hälfte der bis dahin nicht berücksichtigten Wertzuwächse vom Vermögen des Versicherers pro Vertrag gutgeschrieben. Daraus resultiert die häufig verwendete Formulierung „Ablaufleistung inkl. nicht garantierter Überschüsse“.

Überversicherung

Eine Überversicherung ist ebenso nachteilig wie eine Unterversicherung. Der Versicherungsnehmer zahlt Prämien für eine Absicherung, welche im Schadensfall durch die Begrenzung auf den max. Versicherungswert gar nicht vol ausgeschöpft werden kann. Eine zu hohe Versicherungssumme im Vergleich zum max. Versicherungswert kommt meist durch Fehlberatung oder Abschluss mehrerer Versicherungen (Doppelversicherung) zustande.

Unterversicherung

Eine Unterversicherung kann sich im Schadenfall sehr nachteilig auswirken. Ist die im Vertrag vereinbarte max. Versicherungssumme geringer als der Versicherungswert, werden alle Entschädigungszahlungen im Verhältnis zur Versicherungssumme reduziert. Dadurch muss ein Teil des Schadens vom Versicherungsnehmer selbst getragen werden. Eine regelmäßige Überprüfung der vereinbarten Versicherungssummen ist daher empfehlenswert.

Unterversicherungsverzicht

Einige Gesellschaften bieten einen Unterversicherungsverzicht für die Hausratversicherung oder Wohngebäudeversicherung unter der Voraussetzung an, dass eine Mindestversicherungssumme im Verhältnis zu Wohnfläche eingehalten wird. Damit verzichtet der Versicherer im Schadensfall auf die Überprüfung einer eventuellen Unterversicherung (siehe Lexikon). Jedoch ist damit nicht sichergestellt, dass alle entstandenen Kosten übernommen werden, denn häufig ist auch dann die Gesamtschadenserstattung auf die vereinbarte Versicherungssumme begrenzt.

USD

Engl. für United States Dollar (auch USDollar genannt).

V

Variable / Flexible / Konstante Rente

Die flexible bzw. variable Rentenzahlung startet auf einem etwas höheren Niveau als die dynamische (steigende) Rente. Weil allerdings keine prozentualen Rentensteigerungen während des Rentenbezugs einkalkuliert sind, wird diese Form auch als konstante Rente bezeichnet. Dies ist aber keineswegs wörtlich zu nehmen, denn die Höhe der Gesamtrente ist von der Überschussbeteiligung abhängig. Erwirtschaftet die Versicherung höhere oder niedrigere Überschüsse als prognostiziert, hat das direkte Auswirkung auf die Rentenhöhe. Wenn die Überschussdeklaration Jahr für Jahr gleich hoch erfolgen sollte, bliebe auch die Rentenhöhe unverändert. Ansonsten wird sie entsprechend steigen oder im schlechtesten Fall bis auf Höhe der Garantierente absinken.

Veräußerungserlös

Erzielter Preis beim Weiterverkauf der Immobilie. Vom Veräußerungserlös sind neben dem Restbuchwert eventuell Maklerprovisionen oder sonstige Vergütungen und Nebenkosten abzuziehen, um den Veräußerungsgewinn zu ermitteln.

Verkaufsprospekt

Der Verkaufsprospekt enthält die Vertragsbedingungen des Fonds und alle Angaben von wesentlicher Bedeutung, die für die Beurteilung der Vermögenslage wichtig sind.

Versicherung – provisionsfrei

Lebens- und Rentenversicherungen sowie staatlich geförderte Versicherungen wie Riester oder Rürup sind beliebte Anlagen, um eine solide Altersversorgung aufzubauen.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass der Abschluss einer solchen Versicherung kostenfrei wäre! Schließlich muss man für die Beratung bzw. die Vertragsabwicklung kein Geld bezahlen.
Natürlich erhält der Bank- bzw. der Versicherungsberater dafür eine Vergütung. Pro Vertrag werden zu Beginn eine Abschlussprovision sowie jährliche Betreuungsprovisionen an den Berater gezahlt. Diese Provisionskosten belastet die Versicherung dem jeweiligen Vertrag – der Kunde zahlt diese unbemerkt! Sofern der Vertragswert dafür nicht ausreicht (wie im Falle der Abschlussprovision zu Beginn), werden die Kosten durch eine Art „Darlehen“ von der Versicherungsgesellschaft vorfinanziert. Die Rückzahlung des „Darlehens“ erfolgt durch die Prämienzahlungen des Kunden in den folgenden Jahren.
Wie negativ sich diese gesamten Provisionskosten auswirken, zeigt sich daran, dass in den ersten Jahren stets viel weniger Kapital im Vertrag vorhanden ist, als eingezahlt wurde. Bei provisionsfreien Tarifen, welche auch als Netto-Tarife bezeichnet werden, gibt es generell keine Kostenbelastungen des Vertrages für Abschluss- sowie Betreuungsprovisionen.
Die Vorteile sind offensichtlich:
– Durch Vermeidung von Provisionskosten fließt mehr Kapital in die Versicherung.
– Höhere Kapitalzuflüsse führen durch Zinseszins-Effekt zu schnellerem Kapitalzuwachs.
– Deutlich bessere Ablaufwerte gewährleisten mehr Kapitalauszahlung bzw. Rente im Alter.

Versicherungsbedingungen

Neben der Police sind die Versicherungsbedingungen die wichtigsten Unterlagen zu einem Versicherungsvertrag, weil darin alle für diese Versicherung geltenden Voraussetzungen, Gegebenheiten und Regelungen genau definiert sind. Es wird zwischen Allgemeinen Versicherungsbedingungen (siehe Lexikon) sowie Besonderen Versicherungsbedingungen (siehe Lexikon) unterschieden. Letztere gelten ausschließlich für einen konkreten Vertrag und wurden zwischen Gesellschaft und Versicherungsnehmer individuell vereinbart.

Versicherungsnehmer

Ist die Person bzw. Vertragspartei, welche die Versicherung mit der Gesellschaft abgeschlossen hat. Sie schuldet damit auch die Zahlung der vereinbarten Versicherungsprämie. Meist ist der Versicherungsnehmer auch gleichzeitig die versicherte Person (siehe Lexikon).

Versicherte Person

Ist die Person, welche im Schadensfall die vereinbarte Versicherungsleistung auslöst bzw. erhält. Versicherte Person sowie Versicherungsnehmer (siehe Lexikon) können verschieden Personen sein. In vielen Verträgen (Bsp.: Familienhaftpflicht und -rechtschutzversicherung) besteht die Möglichkeit, mehrere versicherte Personen aufzunehmen.

Versicherungsschein

Der Versicherungsschein steht für die Police, mit welcher die Versicherungsgesellschaft gegenüber dem Versicherungsnehmer beurkundet, dass der Vertrag zustande gekommen ist. Alle relevanten Daten zum Leistungsumfang inkl. Deckung, zur Laufzeit und den Kosten sind darin enthalten. Der Versicherungsschein ist Voraussetzung für einen Anspruch gegenüber der Versicherung auf Regulierung im Schadensfall.

Versicherungssumme

Die Versicherungssumme, auch Deckungssumme genannt, beschreibt zumeist die maximale Höhe, welche im Schadensfall zur Regulierung von der Versicherungsgesellschaft ausgezahlt wird.

Versicherungsvertreter

Es wird zwischen Makler, Mehrfachvermittler bzw. –agent sowie Versicherungsvertreter unterschieden. Ein Makler arbeitet auf Basis einer Maklervollmacht als treuhändischer Verwalter im direkten Auftrag für seinen Kunden. Er bietet eine neutrale Beratung auf Grundlage einer umfangreichen Produktrecherche von nahezu allen namenhaften Versicherungsgesellschaften.
Auch der Mehrfachvermittler arbeitet mit mehreren Versicherern zusammen. Allerdings ist die Anbieterauswahl von ihm vorselektiert und bewegt sich meist zwischen 10-15 Gesellschaften über alle Sparten, um die Umsatzerwartungen der ausgewählten Gesellschaften erfüllen zu können. Oft sind Mehrfachagenten auch für mehrere Gesellschaften als Handlungsbevollmächtigte tätig. Dann sind sie einerseits Vertreter der Versicherung sowie auf der anderen Seite Vertreter der Kundeninteressen.
Der Versicherungsvertreter (auch Ausschließlichkeitsvertreter) ist per Vertrag an eine Versicherung gebunden und damit wirtschaftlich nur von diesem Unternehmen abhängig. Grundsätzlich kann er ausschließlich Produkte dieser Gesellschaft anbieten und ist Bestandteil der vom Unternehmen vorgegebenen Vertriebsphilosophie. Eine produktunabhängige ist in dieser Konstellation ausgeschlossen.

Versorgungslücke

Die Versorgungslücke, auch Rentenlücke genannt, beschreibt üblicherweise die Differenz zwischen letzten Nettoeinkommen während der Erwerbstätigkeit und der staatlichen Versorgung durch gesetzliche Renten- bzw. Pensionszahlungen im Ruhestand. Oft bewegt sich diese Reduzierung (Lücke) zwischen 35% bis 55%. Wer einen derart hohen Einkommensverlust im Ruhestand vermeiden will, sollte frühzeitig durch eine private, betriebliche bzw. staatlich geförderte Altersvorsorge sowie geeignete Vermögensanlagen dem entgegenwirken.

Vertragsreeder

Schifffahrtsunternehmen, welches von dem Emittenten mit der Bereederung des Schiffes beauftragt wird. Der Vertragsreeder ist für die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes verantwortlich. Der Umfang der Dienstleistung wird im Bereederungsvertrag vereinbart.

Verkehrswert

Der Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt, der zum Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr am Immobilienmarkt im Falle eines Verkaufs am Bewertungsstichtag zu erzielen wäre.

Verweisbarkeit

Grundsätzlich ist zwischen abstrakter und konkreter Verweisbarkeit zu unterscheiden. Sofern aufgrund einer körperlichen Einschränkung (durch Krankheit, Unfall etc.) der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann und eine Berufsunfähigkeitsversicherung besteht, wird ein Leistungsanspruch durch die Versicherung geprüft. Wenn eine abstrakte Verweisbarkeit vereinbart wurde, kann die Versicherung eine Zahlung mit dem Hinweis verweigern, dass der Versicherungsnehmer alternativ eine andere Tätigkeit ausüben könne. Bei konkreter Verweisbarkeit kann nicht auf jede weitere Tätigkeit pauschal verwiesen werden. Eine mögliche Alternativtätigkeit muss stattdessen den bisherigen Fähigkeiten und Qualifikationen in Bezug auf einen bestimmten Arbeitsplatz und damit dem bisherigen Leistungsniveau sowie Lebensstandard entsprechen.

Verwertungsausschluss / Verwertungsklausel

Ein Verwertungsausschluss bzw. eine Verwertungsklausel kann auf Wunsch des Versicherungsnehmers mit der Versicherung für einen Vertrag vereinbart werden, um diesen gegen Verwertung vor dem Ruhestand (frühestens zum 60. Lebensjahr) zu schützen. Während des Bezugs von ALG II (Hartz IV) müssen bestehende Vermögenswerte, welche über das gesetzlich erlaubte Schonvermögen hinausgehen, aufgebraucht werden. Durch einen Verwertungsausschluss kann die betreffende Versicherung nicht durch die Arbeitsagentur zur Berechnung der Leistungen herangezogen und somit auch nicht die Zahlung lt. ALG II gekürzt werden.
Ein Verwertungsausschluss muss allerdings vor Beantragung von ALG II vertraglich vereinbart worden sein. Außerdem ist er unumkehrbar, d. h., es ist zu einem späteren Zeitpunkt unmöglich, diesen wieder aufzuheben, um doch vor dem vereinbarten Datum auf die Vermögenswerte des Vertrags zugreifen zu können.

Volatilität

Bezeichnet die Wertschwankung einer Geldanlage. Der Kurs eines Fondsanteils kann sowohl nach oben als auch nach unten ausschlagen. Je größer die Schwankungen, desto höher die Volatilität.

Vollkaskoversicherung

Im Gegensatz zur Teilkaskoversicherung (siehe Lexikon) bietet die Vollkaskoversicherung Schutz für Schäden, welche am eigenen Kfz durch einen selbstverschuldeten Unfall entstanden sind. Im Versicherungsumfang sind grundsätzlich alle Leistungen einer Teilkaskoversicherung mitversichert.
Da bei der Prämienhöhe im Vergleich zur Teilkaskoversicherung ein Schadensfreiheitsrabatt berücksichtigt wird, kann bei hohen Schadensfreiheitsrabatten die Vollkaskoversicherung, trotz besserem Versicherungsschutz, günstiger als eine Teilkaskoversicherung sein.

W

Währungsrisiko

Ist das Risiko, durch nachteilige Schwankungen des Wechsel oder Umtauschkurses zweier Währungen, Geld zu verlieren. Beispiel: Der Bau- oder Kaufpreis ist in USD bei Zahlung zu einem späteren Termin vereinbart. Ist zum Zahlungszeitpunkt der USD gegenüber dem EUR gestiegen (teurer geworden), müssen mehr EUR für den Kaufpreis bezahlt werden. Mit Devisentermingeschäften kann der Wechselkurs im laufenden Schiffsbetrieb abgesichert werden. Dem Währungsrisiko steht in gleichem Ausmaß die Währungschance gegenüber.

WEA

Abkürzung für Windeenergieanlage

WEA-Leistungskurve

Die Leistung einer WEA verändert sich bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten. Die Gegenüberstellung von Windgeschwindigkeit zu erzeugter elektrischer Leistung kann somit in Form einer graphischen Kurve (Leistungskurve) dargestellt werden.

Weichkosten

Als Weichkosten werden Nebenkosten eines geschlossenen Fonds bezeichnet, welche nicht substanzbildend sind. Dazu zählen beispielsweise Kosten für Prospekterstellung, Steuer- und Rechtsberatung, Vertrieb, Treuhänder, Agio usw. Diese Weichkosten müssen im Prospekt in Prozent bezogen auf das Eigenkapitals angegeben werden, um einen Kostenvergleich auf Fondsebene sowie zu anderen geschlossenen Fonds zu ermöglichen. Gute Fonds zeichnen sich durch geringe Weichkosten und eine lückenlose Auflistung bzgl. ihrer Verwendung aus.

Widerspruchsrecht / Widerspruchsfrist

Bei Abschluss einer Versicherung sowie einer Geld- und Kapitalanlagen besteht ein Widerspruchsrecht von 14 Tagen. Während dieser Zeit kann ohne Angaben von Gründen formlos vom geschlossenen Vertrag zurückgetreten werden. Die Frist beginnt ab dem Unterschriftsdatum, sofern zu diesem Zeitpunkt alle erforderlichen Unterlagen ausgehändigt und über das Widerspruchsrecht nachweislich informiert wurden.

Windenergie

Eine Steigerung der Windgeschwindigkeit führt zu einer exponentiellen Steigerung der enthaltenen Energie, genau genommen eine Steigerung zur dritten Potenz. Anders ausgedrückt führt eine Verdoppelung der Windgeschwindigkeit (x 2) zu einer achtfachen Erhöhung des Energieertrages, da 23=8.

Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung ersetzt Schäden am Gebäude, Nebengebäude, Garagen sowie an fest mit dem Wohngebäude verbundener Ausstattung, Einrichtung sowie sonstigen Gegenständen. Üblicherweise besteht Absicherung gegen Feuer, Sturm/Hagel, Leitungswasser. Zusatzversicherungen wie Elementarschäden (Schneedruck, Überschwemmung, Erdbeben etc.) müssen häufig individuell im Vertrag eingeschlossen werden und erhöhen die Versicherungsprämie.

Wohnsitzfinanzamt

Für die Besteuerung natürlicher Personen (Einkommensteuer) ist das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Wohnsitzfinanzamt).

X

Y

Yield

Rate of Return bei Schuldverschreibungen/Ergebnis aus einer Kapitalanlage.

Z

Zeitwertversicherung

Es wird zwischen Neuwert- sowie Zeitwertversicherung unterschieden. Bei einem Schaden innerhalb der Hausratversicherung wird meist die Neuwertversicherung bei der Regulierung herangezogen, d. h., die Versicherung erstattet den ursprünglich für den Gegenstand bezahlten Neupreis.
Bei der Zeitwertversicherung resultiert die Höhe einer Erstattung im Schadensfall aus dem jeweiligen Restwert des versicherten Objektes. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Kfz-Kaskoversicherung.

Zulagenrente

Mit der Absenkung des Nettorentenniveaus von 70% auf 67% für den so genannten Eckrentner (siehe Lexikon) wurde im Zuge der Rentenreform in 2002 zum Ausgleich eine durch staatliche Zulagen geförderte Rentenversicherung eingeführt. Diese Zulagenrente ist wesentlich bekannter unter dem Begriff Riester-Rente (siehe Lexikon).
Walter Riester, damaliger Minister für Arbeit und Soziales, arbeite maßgeblich an der staatlich geförderten Versicherung zur privaten Altervorsorge mit. Neben den Bezeichnungen Zulagenrente und Riester-Rente wird diese auch häufig als Förderrente bezeichnet.

Zwischenfinanzierung

Ähnlich einem Hausbau werden bei einem Schiffsneubau Baupreisraten bei Vollendung bestimmter Bauabschnitte fällig und müssen an die Bauwerft gezahlt werden. Dies ist in der Regel bei Bauvertragszeichnung, Kiellegung, Stapellauf und Ablieferung der Fall. In diesem Zeitraum ist die Eigentümergesellschaft noch nicht mit ihren vollen Finanzmitteln ausgestattet, weshalb die Baupreisraten mit einem Bankdarlehen zwischenfinanziert werden. Auch etwaige Anzahlungen auf den Kaufpreis eines Secondhand-Schiffes werden oft zwischenfinanziert. Häufig werden auch konzeptionsbedingt Eigenmittelzuflüsse über die ersten Jahre eines Fonds gestreckt und machen eine Zwischenfinanzierung in entsprechender Höhe ebenfalls notwendig.